FDP fordert ein klares „Nein“ zu einer Übernahme durch den Landkreis

Großenkneten soll Träger der Oberschule bleiben

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Die Graf-von-Zeppelin-Oberschule in Ahlhorn soll unbedingt in der Trägerschaft der Gemeinde Großenkneten bleiben. Dafür macht sich die FDP stark.

Grossenkneten - Von Karsten Tenbrink. Die Trägerschaft des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ahlhorn soll der Landkreis Oldenburg übernehmen, die der dortigen Graf-von-Zeppelin-Oberschule sowie der Grundschulen in der Gemeinde Großenkneten jedoch auf keinen Fall. Diese Ansicht vertritt die FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde und fordert, jegliche Bemühungen in diese Richtung „entschieden abzulehnen“.

Wie berichtet, hofft die Gemeinde Großenkneten darauf, dass die Trägerschaft des Ahlhorner Gymnasiums ab dem übernächsten Schuljahr an den Landkreis übergeht. „Die Übernahme der Schulträgerschaft für den Sekundarbereich II unterstützt die FDP-Ratsfraktion“, erklärt deren Vorsitzende Imke Haake.

Aktuell gebe es auf Kreisebene allerdings Überlegungen, auch die Schulträgerschaft für den Sekundarbereich I auf den Landkreis zu übertragen. Das beträfe alle Haupt-, Real- und Oberschulen. „Sehr kritisch“ sehen das allerdings die Großenkneter Liberalen und haben daher einen Antrag gestellt, der bei der nächsten Sitzung des Schul- und Sportausschusses behandelt werden soll.

Darin heißt es: „Der Bürgermeister wird aufgefordert jeglichem Bemühen, die Schulträgerschaft für die Graf-von-Zeppelin Schule Ahlhorn auf den Kreis zu übertragen, entschieden entgegenzuwirken. Gleiches gilt für die Grundschulen der Gemeinde Großenkneten.“

Zur Vorgeschichte: Die Kreistagsfraktion der SPD hatte im Sommer in einem Strategiepapier bestehende Probleme in der Schullandschaft des Landkreises aufgelistet. Darin ist unter anderem erwähnt, dass die Schulen im Sekundarbereich I mit nur einer Ausnahme von den Kommunen getragen werden. Besagter Sonderfall ist die integrierte Gesamtschule (IGS) „Am Everkamp“ in Wardenburg, die sich in Trägerschaft des Landkreises befindet. Die Sozialdemokraten bemängeln, das dies zu einer uneinheitlichen Belastung der Kommunen führe.

Derzeit befassen sich einige Kreistagsabgeordnete in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe damit, wie die Schullandschaft zukunftsfähig strukturiert werden sollte. Mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf die Trägerschaft im Sekundarbereich I hatte die Gemeinde Ganderkesee bereits frühzeitig deutlich gemacht, dass sie kein Interesse daran hat, diese an den Landkreis abzugeben.

Dasselbe soll nach Auffassung der FDP nun auch in Großenkneten geschehen. In ihrem Antrag nennen die Liberalen die gute Vernetzung zwischen Schulen und Verwaltung als Argument. Aber auch die Investitionen sollten nicht vergessen werden: „Alleine die Graf-von-Zeppelin-Schule wurde in der Vergangenheit für 12,4 Millionen Euro saniert. Sowohl die räumliche als auch die sachliche Ausstattung der Schulen ist sehr gut“, heißt es in dem Antrag.

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