Kurs „Mädchen Träume – Mädchen Stärken“

Erst Bretter zerschlagen und dann aufs Pferd

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Ebba Ache (r.) und Brigitte Malcharczyk (3. v. r.) leiten den Kurs. Antje Oltmanns (Gemeinde Großenkneten, 2. v. r.) und Beate Pollak (l.) vom Landkreis unterstützen das Projekt. 

Hespenbusch - Auch wenn der dreitägige Kurs „Mädchen Träume – Mädchen Stärken“ vorbei ist, ihr „Kraftpferd“ wird Sonja (10) so schnell nicht vergessen. „Es gibt mir Kraft, wenn ich keine habe“, sagt die Teilnehmerin der Veranstaltung, die zweimal pro Jahr beim „Reitvergnügen im Hespenbusch“ in der Gemeinde Großenkneten stattfindet. „Wenn ich das Pferd, ach nee, wir haben hier ja Ponys, also wenn ich das Pony streichle, aber auch wenn ich daran denke oder mich erinnere, gibt es mir Kraft“, erklärt die Bookholzbergerin.

Im Umgang mit den Tieren sollen die zehn Teilnehmerinnen lernen, sich zu behaupten. Zum Beispiel in dem sie den Tieren klare Anweisungen geben. „Wir haben eine Übung gemacht, bei der ein Mädchen auf dem Pony saß und gesagt hat, wohin. Sie war Chef. Und ein Mädchen musste das Tier dann führen“, berichtet Selina. Die Achtjährige lebt in Harpstedt. Die Teilnehmerinnen kommen in der Regel aus allen Ecken des Landkreises.

Der Kurs begann am Mittwoch und endete am Freitag. Nachmittags waren die Mädchen bei den Tieren. Sie putzten und massierten sie auch.

Morgens übten sie mit WenDo-Trainerin Ebba Ache im Großenkneter Dorfgemeinschaftshaus Kampfschreie. Und nicht nur das: „Ich habe ein Brett durchgeschlagen“, sagt Maira (10) aus Ahlhorn mit ein wenig Stolz in der Stimme. Leah erklärt, worauf man achten muss. „Man muss fühlen, wo der Knochen nicht ist und damit zuschlagen, dann tut es nicht weh“, sagt sie und zeigt auf ihre Handkante.

Nicht bei allen Mädchen klappen die Übungen im ersten Versuch. Dann sind Ache sowie die Sozialpädagogin und Reitlehrerin Brigitte Malcharczyk da und helfen den Kindern. „Manchmal braucht es sechs, sieben Anläufe“, sagt Malcharczyk. „Für die Teilnehmer geht es auch mal über ihre Grenzen. Wenn sie frustriert sind, weil es nicht klappt, und es dann doch weiter probieren. Wenn die Mädchen sagen, dass sie Hilfe brauchen, unterstützen wir sie“, ergänzt Ache.

Der Landkreis und die Gemeinde Großenkneten fördern den Kurs, den es schon seit 13 Jahren gibt. Und auch kommendes Jahr heißt es wieder: Erst Bretter zerschlagen und dann aufs Pferd.

 bor

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