Naturschutzstiftung des Landkreises informiert sich über den Baufortschritt

Ein neuer Schafstall für die Sager Heide

Ein neuer Schafsstall, das Dachgerüst ist noch mit Planen abgedeckt.
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Fehlt nur noch ein Reetdach: Der neue „Schafstall am Almsweg“ ist nahezu fertiggestellt.

Sage – Zeichen des Wandels: Dort, wo sich rund zwei Kilometer südlich der Ortschaft Sage jetzt noch eine dicht bewachsene Fläche befindet, soll sich künftig wieder eine Heidelandschaft erstrecken. Und diese soll, so die Vorstellungen der Landesforsten und der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg, wie für die Region typisch durch Schafe beweidet werden. Was noch fehlte, war ein entsprechender Schafskoben. Und auch dieser entsteht dort neu – seine Fertigstellung lässt nicht mehr lange auf sich warten. Der neue Stall gehört der Kulturstiftung des Landkreises Oldenburg. Die Mitglieder des Stiftungskuratoriums haben sich am Mittwochnachmittag vor Ort vom Baufortschritt überzeugt.

Stiftungsvorsitzender Michael Feiner erläuterte die Maßnahme: Hintergrund sei der Wunsch der Landesforsten, die rund 35 Hektar große Fläche für Ausgleichsmaßnahmen – wie sie für bestimmte Bauvorhaben vorgeschrieben sind – zu verhagern und wieder in die typische Heideform zurückzuverwandeln und dann traditionell zu beweiden. Da es sich für Vereine oder andere Organisationen schwierig gestaltet hätte, sich um den benötigten Unterstand zu kümmern, seien die Landesforsten letztlich an die Naturschutzstiftung herangetreten. Diese habe dafür von den Forsten – zu einem symbolischen Preis – ein Stück Land gepachtet und darauf das Gebäude errichtet. Das werde dann wiederum an die Forstverwaltung zurückverpachtet. Diese stellt es dann einem Schäfer zur Verfügung, so der Plan. Doch sei abschließend noch niemand gefunden, der die Fläche entsprechend nutzen wird: „Wir sind mit dem Schafskoben weiter als die Landesforsten mit der Heide“, sagt Feiner. Darüber hinaus soll der Schafstall an der entstehenden Heide künftig als Lernort genutzt werden, unter anderem von der Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz sowie von dem waldpädagogischen Zentrum an den Ahlhorner Fischteichen.

Einweihung im September geplant

Von außen präsentiert sich der 12,5 Meter lange und acht Meter breite Neubau mit seinen vielen Feldsteinen (eine Spende der Baufirma) augenscheinlich in klassischer Bauweise, doch innen sind gegenwärtig noch die gemauerten Ziegelsteine zu sehen. Die Dachkonstruktion besteht aus Holz (Eiche und Douglasie, gestiftet von den Landesforsten), das in Sage zurechtgesägt wurde. Sie ist aufgrund der Witterung derzeit noch mit einer grünen Plane abgedeckt. Das Dach wird schließlich noch mit Reet gedeckt. Damit soll spätestens Mitte August bekommen werden, berichtet Feiner. Die Einweihung des Stalles sei aktuell für September geplant. Bei dem Entwurf habe sich die Stiftung unter anderem die Koben in Holzhausen und am Pestruper Gräberfeld als Vorbilder genommen.

Rund 130 000 Euro investiert die Naturschutzstiftung und kann dafür auf eine ganze Reihe an Unterstützern zählen: Zuschüsse kommen aus europäischen „Leader“-Mitteln, von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, der Gemeinde Großenkneten, dem Landkreis Oldenburg sowie örtlichen Banken und der Firma Exxonmobil.

Das Kuratorium der Naturschutzstiftung informiert sich über den Baufortschritt.

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