Sanierung des Ortskerns: Luftaufnahmen sollen den Istzustand dokumentieren

Drohnenflüge über Ahlhorn

Amtshilfe: Drohnenführer Norbert und René Lange (v.l.) unterstützt die Ahlhorner Johanniter.
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Amtshilfe: Drohnenführer Norbert und René Lange (v.l.) unterstützt die Ahlhorner Johanniter.

Ahlhorn – Das groß angelegte Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt Ahlhorn“ bringt vielen Veränderungen für den Ort mit sich. Insbesondere die bekannten „Problemzonen“ im Ortskern sollen sich wandeln (wir berichteten). Ein Baustein der Arbeiten ist das sogenannte Quartiersmanagement, das die Johanniter-Unfall-Hilfe im Auftrag der Gemeinde Großenkneten übernimmt. Ein Teil dieses Auftrags ist die Erstellung einer Fotodokumentation des „Istzustandes“ Ahlhorns. Damit soll das Sanierungsgebiet im aktuellen Zustand vor Beginn der Baumaßnahmen und nach Abschluss des Städtebauförderprogramms bildlich erfasst werden, um nach Projektabschluss einen Vergleich zu ermöglichen, berichten die Johanniter.

Die Fotos sollen nicht nur Detailaufnahmen von verschiedenen Orten im Quartier zeigen, sondern auch einen Gesamtüberblick aus der Vogelperspektive ermöglichen. Dazu sind Überflüge mit Drohnen geplant, die Bilder von dem Sanierungsgebiet in seinem jetzigen Zustand machen.

„Durch die sehr gute Vernetzung der Hilfsorganisationen vor Ort werden wir dabei durch die Kollegen der Drohnengruppe des Malteser Hilfsdienstes Ganderkesee unterstützt“, sagt Quartiersmanagerin Anastasia Warkentin. Die Malteser unternehmen in den nächsten Wochen dazu über Ahlhorn Übungsflüge mit einer Drohne und stellen das Bildmaterial für das Projekt zur Verfügung. „Die Aufnahmen werden ausschließlich für die Darstellung der Entwicklung im Rahmen des Städtebauförderprogramms genutzt“, versichert Warkentin. Es werden keine personenbezogenen Aufnahmen gemacht. Um dies gewährleisten zu können, werden die Flüge zum Teil auch in den frühen Morgenstunden absolviert.

Doch tut sich noch einiges mehr in Ahlhorn, wie Warkentin im Gespräch mit unserer Zeitung ausführt: So sei die Umfrageaktion zum Spielplatz an der Katharinenstraße Mitte des Monats ein Erfolg gewesen: 200 Einwohner hätten an vier Tagen an vier verschiedenen Ständen im Ort daran teilgenommen, das seien erfreulich viele Personen gewesen. Der Landkreis Oldenburg habe die Aktion mit einer Rumänisch-Dolmetscherin unterstützt. Noch werden die Antworten ausgewertet, so Warkentin, doch zeichne sich ab, dass sich die Ahlhorner dort vor allem über Müll und den schlechten Zustand der Spielgeräte beschwerten. Ältere Kinder ärgerten zudem die jüngeren Spielplatzbesucher.

Und es gibt noch mehr Bürgerbeteiligung: Anfang der Woche haben sich elf Einwohner – Mieter, Hauseigentümer, Vertreter von Vereinen – in den neu gegründeten Sanierungsbeirat wählen lassen. Dieser vertritt die Interessen der Ahlhorner und verfügt über ein eigenes Budget von 10 000 Euro.  fra

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