Drogensüchtiger Angeklagter ist geständig, gibt aber keine Mittäter preis

Viereinhalb Jahre Haft für obdachlosen Einbrecher

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Mediengruppe Kreiszeitung

Grossenkneten - Zum zweiten Mal muss ein drogensüchtiger Einbrecher ins Gefängnis. Er brauchte Geld für Rauschgift.

Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen einen 29-Jährigen ohne festen Wohnsitz, der in Großenkneten in zahlreiche Wohnungen und Häuser eingebrochen war, ist der Angeklagte gestern zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sieben Monaten verurteilt worden. Darüber hinaus ordnete die Kammer die Unterbringung in einer geschlossenen Entziehungsanstalt an.

Der Tatzeit erstreckte sich von Ende vergangenen Jahres bis zum 17. März dieses Jahres. An den Einbrüchen sollen mehrere Täter beteiligt gewesen sein, deren Identität der ansonsten geständige Angeklagte aber nicht preisgab. Der 29-Jährige ging den Feststellungen zufolge äußerst dreist vor. Er brach selbst dann in Gebäude ein, wenn die Bewohner zu Hause waren.

In einem Fall stahl er Autoschlüssel und das dazugehörige Fahrzeug im Wert von 40000 Euro. Auch einen ganzen Waffenschrank mit Inhalt ließ er mitgehen. Aufgeflogen war der junge Mann, weil er das gestohlene Auto viel zu billig verkaufen wollte. Darüber hatten sich mutmaßliche Mittäter am Telefon unterhalten. Die Gespräche waren von der Polizei abgehört worden. So stießen die Ermittler auf die Spur des 29-Jährigen, der ihnen bereits bestens bekannt war.

Seit Jahren steht der Angeklagte schon unter dem Druck, Geld aufzutreiben, um seine Rauschgiftsucht zu finanzieren. Vor sechs Jahren hatte er bereits einmal eine Einbruchsserie gestartet. 2011 war er deswegen vom Oldenburger Landgericht zu knapp vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Den größten Teil dieser Strafe hatte er verbüßt. Nach seiner Haftentlassung startete er dann die neue Serie, wegen derer er nun vor Gericht stand. Dieser schnelle Rückfall wirkte sich strafverschärfend aus.

Mit der Einweisung in die geschlossene Entziehungsanstalt soll nun das Übel an der Wurzel gepackt werden. Der 29-Jährige muss von den Drogen loskommen, ansonsten sind weitere Einbruchsserien zu erwarten. In diesem Punkt waren sich alle Prozessbeteiligten einig.

wz

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