Synode der Landeskirche Oldenburg

Blockhaus Ahlhorn: Neuer Träger in Sicht?

Ahlhorn/Oldenburg – Wie geht es weiter mit dem Blockhaus Ahlhorn? Nach der endgültigen Schließung durch die Oldenburgische Landeskirche hatte Projektentwickler Marcus Henke Ende Juli in einer Pressekonferenz ein Plan mit einem Kanon von Übernahmekandidaten und einem facettenreichen Konzept zur Weiternutzung vorgestellt (wir berichteten). Erste Ergebnisse sollten nach den Sommerferien bekannt gegeben werden, soweit war es bislang – auch auf Nachfrage – aber nicht gekommen.

Das ehemalige kirchliche Jugendheim an den Ahlhorner Fischteichen steht seit Anfang Juni leer.

Doch scheinen sich nun positive Veränderungen anzubahnen, wie sich einem Bericht der Landeskirche von der aktuell online tagenden Synode entnehmen lässt. Das Blockhaus war dort naturgemäß, insbesondere aufgrund seiner Kosten, Thema des Kirchenparlamentes.

In seinem Bericht zum Blockhaus Ahlhorn habe Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker betont, dass die Gespräche mit einem möglichen neuen Träger „weit vorangeschritten“ seien. Er habe die Hoffnung, mit Jahresbeginn 2022 „die Übergabe so auf den Weg zu bringen, dass zum zweiten Quartal vor Ort eine neue Einrichtung den Betrieb aufnehmen könne“, heißt es in dem Bericht. Erst in dieser Woche habe ein Sondierungsgespräch „auf höchster Ebene stattgefunden“, in dem diese Intention „fest zum Ausdruck gebracht“ worden sei. Dies sei eine „sehr begrüßenswerte Perspektive“ für die Zukunft des Blockhauses, so Mucks-Büker. „Auch für uns würde das bedeuten, dass im Laufe des Jahres 2022 die Umsetzung der Synodenbeschlüsse zum Abschluss gebracht werden könnten. Ganz so, wie es auch die Haushaltsplanung gemäß den Synodenvorlagen vorsieht“, wird er zitiert. Bis zur Entscheidung hätten beide Seiten bis auf Weiteres Verschwiegenheit vereinbart.

Kirche könnte Blockhaus weiter nutzen

Inzwischen habe eine Vertraulichkeitsvereinbarung abgeschlossen werden können, sodass die erforderlichen Unterlagen und Informationen ausgetauscht und geprüft werden könnten. Es habe Ortsbegehungen gegeben, zudem werde angestrebt, „zeitnah“ diesen Prüfungsprozess abzuschließen. Dann müssten die konkreten Übergabemodalitäten ausgehandelt werden, verdeutlicht die Landeskirche. „Gegenseitiges Vertrauen und höchste Vertraulichkeit“ in den Begegnungen und Gesprächen seien dabei zwei sehr wichtige Faktoren, unterstreicht die Kirche erneut. Erste konzeptionelle Ansätze würden denn auch die realistische Möglichkeit einschließen, „dass wir als Kirche mit unseren Gruppen und Tagungen das Blockhaus wieder als Gäste und Nutzer besuchen können“, zeigte sich Mucks-Büker zuversichtlich.

Darüber hinaus sei eine Übereinkunft zwischen Mitarbeitendenvertretung und dem Oberkirchenrat als Dienstgeber getroffen worden. Zu den Vereinbarungen gehöre unter anderem, dass den Mitarbeitern nach Möglichkeit eine Weiterbeschäftigung im Rahmen des Stellenplans des Oberkirchenrates angeboten werde. Darin eingeschlossen seien Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote, die zur Weiterbeschäftigung auf einer anderen Planstelle befähigen. Sofern keine Stellen dafür vorhanden seien, werde den Mitarbeitenden ein entsprechendes Angebot „zur einvernehmlichen Aufhebung des Arbeitsvertragsverhältnisses“ unterbreitet, heißt es weiter. Der Oberkirchenrat dankte dabei ausdrücklich für „das vermittelnde und konstruktive Engagement der Mitarbeitendenvertretung“, das sich insbesondere in einer „zugewandten und fürsorglichen Begleitung der Mitarbeitenden in deren Entscheidungsprozessen“ gezeigt habe, heißt es weiter.

Blockhaus verursacht weiterhin Kostem

Die Synode hatte zudem über einen zweiten Nachtragshaushalt zu entscheiden. Dieser ist laut dem Online-Protokoll der Sitzung auch wegen des Blockhauses notwendig geworden: Für die Einrichtung seien Aufwendungen für Personalkosten mit einem Betrag von circa 1,8 Millionen Euro aufgeführt. Ein Teil dieser Summe von rund einer Million Euro werde als Rückstellung dargestellt, die für die Zahlung der Beschäftigungsentgelte in Anspruch genommen würde. Grundlage sei der ausgehandelte Sozialplan für die Mitarbeitenden des Blockhauses, aufgrund dessen unter anderem einige Arbeitsverträge noch bis Ende März 2022 laufen.

Den Bericht zum Blockhaus Ahlhorn stellte Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker vor.

Rubriklistenbild: © Franitza

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Sechs Monate Audible inkl. Gratis-Hörbücher für monatlich 4,95 Euro statt 9,95 Euro

Sechs Monate Audible inkl. Gratis-Hörbücher für monatlich 4,95 Euro statt 9,95 Euro

Das sind die Minister und Ministerinnen der Ampel-Koalition

Das sind die Minister und Ministerinnen der Ampel-Koalition

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

„Täter sind hochkriminell und skrupellos“

„Täter sind hochkriminell und skrupellos“

„Täter sind hochkriminell und skrupellos“
Noch darf jeder Kunde den Laden betreten

Noch darf jeder Kunde den Laden betreten

Noch darf jeder Kunde den Laden betreten
Wildeshauser spendet Stammzellen an Blutkrebs-Patienten

Wildeshauser spendet Stammzellen an Blutkrebs-Patienten

Wildeshauser spendet Stammzellen an Blutkrebs-Patienten
Deutlicher Protest gegen Querdenker

Deutlicher Protest gegen Querdenker

Deutlicher Protest gegen Querdenker

Kommentare