48-Stunden-Rallye endet : Sieger sind Manuela und Lars Runge aus Großenkneten

Benzingespräche nach kniffligen Rätseln

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Bei der langen Wegstrecke, blieb auch die ein oder andere Panne an den Wagen nicht aus.

Großenkneten - Mit viel Liebe haben Manuela und Lars Runge ihren Ford Taunus Coupé, Baujahr 1977 aufgemöbelt, um an der 48-Stunden-Rallye teilzunehmen. Am Sonntag kamen sie zurück, nachdem die Tour am Freitag gestartet war. Die vielen Stunden, die es ins Auto investierte, haben sich für das junge Ehepaar gelohnt: Es belegte den ersten Platz und gewann die Wandertrophäe.

Das Fahrzeug selbst sei ein Liebhaberstück und inzwischen ein höchst seltenes dazu, da es von dieser Baureihe nicht mehr ganz so viel auf dem Markt gibt, meinte Lars Runge. Doch während er für seinen Youngtimer schwärmt, ging es seiner Ehefrau Manuela vor allem um das ganze Drumherum. „Ich kann nur jedem empfehlen, an dieser Rallye teilzunehmen. Dass wir gewonnen haben, damit haben wir gar nicht gerechnet“, sagte sie.

Mit rund 100 weiteren Teilnehmern war das Paar von Großenkneten aus durch Deutschland und wieder zurück gefahren. Viele waren Wiederholungstäter, die es noch einmal wissen wollten. Doch die 40 Teams kamen nicht nur aus dem Landkreis Oldenburg, auch die Wesermarsch, das Ammerland, Frankfurt, Bremen und Delmenhorst waren vertreten.

Während sich die Route vor einem Jahr entlang der Nordsee bis hin nach Dänemark erstreckt hatte, waren es nun gut 1 000 Kilometer durch die sechs Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Als Hilfsmittel zur Navigation waren nur Landkarten erlaubt. Auch Fahrten auf der Autobahn waren verboten.

Unwegsame und zum Teil kurvenreiche Pisten stellten eine enorme Belastungsprobe insbesondere für einige Youngtimer dar, die ihre beste Zeit eigentlich schon gesehen hatten. Darum war es nicht außergewöhnlich, dass ein Fahrzeug doch noch vom ADAC abgeschleppt werden musste. „Das kommt eben vor, und wir alle stecken in den Autos nicht drin. Viel wichtiger ist es deshalb, dass alle Beteiligten gesund und munter am Ziel eingetroffen sind“, sagte Mitorganisator Malte Alves.

Spannung versprachen die Aufgaben für die Teams. Das Roadbock war ein ausgeschriebener Geheimauftrag, bei dem die Piloten richtig gefordert wurden. „Deine erste Station führt dich an einen großen See. Da du dich ja in der Filmwelt auskennst, geben wir nur einen Hinweis: Am östlichen Ufer dieses Teiches hat der Partner von Batman eine Surfschule eröffnet. Finde heraus, welche Telefonnummer er dort angegeben hat.“ Mit dieser Aufgabe war die erste Etappe, nämlich am Dümmer erreicht. Weiter ging es unter anderem zum Hermannsdenkmal in Detmold und in den Harz. Dort stieg ein Teammitglied in die Brockenbahn, das andere holte ihn dann wieder ab.

Am Sonnabend trafen sämtliche Fahrzeuge auf einem Campingplatz in Braunlage ein. Bei Grillfleisch und Flüssignahrung gab es viele Benzingespräche unter den Autonarren.

jb

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