Bemühungen der Gemeinde Großenkneten waren vergebens

Der Standort Ahlhorn hat sich für Refood erledigt

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Das Unternehmen Refood wird sich nicht in Ahlhorn ansiedeln, sondern an einen neuen Standort in der Gemeinde Hude ziehen.

Ahlhorn - Von Karsten Tenbrink. Die Firma Refood wird sich nicht auf dem Gelände des Metropolparks Hansalinie in Ahlhorn niederlassen. Die Bemühungen der Gemeinde Großenkneten, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Ansiedlung zu schaffen, sind damit hinfällig.

Nachdem Refood in dem relativ neuen Huder Gewerbe- und Industriegebiet „Holler-Neuenwege“ ein Grundstück gekauft hat, sind die Pläne für einen Umzug nach Ahlhorn vom Tisch. Das bestätigte Unternehmenssprecher Marcel Derichs.

„Wir sind ein bisschen entäuscht darüber“, kommentierte Großenknetens erster Gemeinderat, Klaus Bigalke, die Entscheidung. Die Gemeinde war dabei, extra für diesen Betrieb einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Weil aus der Ansiedlung nun doch nichts wird, soll das Verfahren demnächst eingestellt werden.

Der Schritt wäre notwendig gewesen, weil im Bebauungsplan des Geländes, das früher als Fliegerhorst diente und nun von der Firma Metropolpark Hansalinie als Gewerbe- und Industriegebiet vermarktet wird, eine Nutzung für Abfallbehandlung grundsätzlich ausgeschlossen ist.

Dabei sei allerdings eher an so etwas wie eine Mülldeponie gedacht worden, erklärte Bigalke. Für die Firma Refood, die auf das Einsammeln und Verwerten von Lebensmittelresten sowie gebrauchten Speiseölen aus Gastronomie, Handel und Industrie spezialisiert ist, hätte die Gemeinde eine Ausnahme gemacht.

Als es Ende Juli allerdings im Planungs- und Umweltausschuss um die Annahme des Planentwurfs gehen sollte, wurde der Punkt von der Tagesordnung genommen, denn Refood zögerte mit einer definitiven Zusage. Das Unternehmen hätte vor Kurzem einen Wettbewerber in Papenburg übernommen, lautete damals die Erklärung. Fürs Erste sei man voll damit beschäftigt, sich dort einen Überblick zu verschaffen. Erst danach wolle sich das Unternehmen wieder mit der Standortfrage befassen.

Das Unternehmen ist bereits in der Gemeinde Hude ansässig, im Ortsteil Altmoorhausen. Nach Angaben der Firma hatten sich Mitarbeiterzahl und Produktionsvolumen seit 2007 verdreifacht, sodass ihr das 5000 Quadratmeter große Grundstück dort zu klein wurde. Weil eine Erweiterung vor Ort nicht möglich war, suchte Refood nach einem neuen Standort und fragte auch in Ahlhorn an.

Doch dann ergab sich im nur 14 Kilometer entfernten Gewerbe- und Industriegebiet „Holler-Neuenwege“ die Gelegenheit, ein ausreichend großes Gelände zu erwerben. Gut 2,4 Hektar stehen dem Betrieb dort nun zur Verfügung, fast das Fünffache der bisherigen Fläche. „Wir haben mit dem bisherigen Standort sehr gute Erfahrungen gemacht und uns in Hude wohl gefühlt“, erklärte Refood-Geschäftsführer Hans-Heinrich Lüdde die Entscheidung für das Gebiet „Holler-Neuenwege“. Anfang 2016 soll dort mit dem Bau von Produktionshallen, einem Verwaltungsgebäude und Sozialräumen begonnen werden, noch im selben Jahr will das Unternehmen vom alten an den neuen Standort in Hude ziehen.

Dass sich damit das Interesse an einer Ansiedlung in Ahlhorn definitiv erledigt hatte, erfuhr die Gemeinde Großenkneten Bigalke zufolge erst auf eigene Nachfrage.

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