39-Jähriger aus Großenkneten muss sich wegen Betrugs verantworten

Bekannter aus Lettland soll dubiose Geschäfte getätigt haben

Online-Überweisung: Das Geld verschwand in dunklen Kanälen. Symbolfoto: dpa
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Online-Überweisung: Das Geld verschwand in dunklen Kanälen. Symbolfoto: dpa

Großenkneten – Handelte ein 39-Jähriger aus der Gemeinde Großenkneten blauäugig oder witterte er eine gute Geldquelle durch Computerbetrug? Diese Frage soll das Amtsgericht Wildeshausen klären. Am Montag zeigte sich jedoch schnell, dass weitere Zeugen geladen werden müssen.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft hatte der Großenkneter am 23. und 24. Januarvergangenen Jahres 11 650 Euro auf ein eigens über den Namen des Vaters eingerichtetes Konto überwiesen bekommen und das Geld dann an zwei ausländische Kreditanstalten weitergeleitet. Am 24. Januar soll er noch einmal 2 890 Euro bekommen und überwiesen haben. Das Geld stammte offensichtlich aus betrügerischen Geschäften.

Schriftliche Erklärung verlesen

Der Angeklagte äußerte sich in einer von seinem Verteidiger schriftlich vorgelegten Erklärung. Danach war er im September 2019 von einem Bekannten aus Lettland angesprochen worden, den er im Gefängnis kennengelernt hatte. Dieser habe ihn gefragt, ob er ein Konto bei einer deutschen Sparkasse für ihn eröffnen könnte, über das ein Bitcoinhandel laufen würde.

Am 23. September habe er auf den Namen des Vaters ein Konto eingerichtet und die Onlinebanking-Daten an den Bekannten übermittelt. „Ich habe mir keine weiteren Gedanken gemacht und weder die Kontobewegungen verfolgt noch Buchungen vorgenommen“, so der 39-Jährige. „Wenn ich geahnt hätte, dass etwas Verbotenes geschehen würde, hätte ich das Konto nie eröffnet.“

Konto ist gesperrt

Später sei er von der Bank kontaktiert und das Konto sei von der Sparkasse gesperrt worden. Seinen Bekannten könne er nicht mehr erreichen. Auch die Kreditinstitute nicht, an die das Geld gegangen sein soll.

Immerhin legte der Angeklagte eine Adresse aus Riga vor und nannte den Namen des Beteiligten. Die Richterin wird nun versuchen, diese Person sowie den Vater des Großenkneters vorzuladen, um zu klären, was geschehen ist. Bis dahin ist der Prozess erst einmal ausgesetzt.

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