Empfehlung: Gemeinde Großenkneten soll Vertrag mit Landkreis unterzeichnen

Ausschuss stellt Weichen für Breitband

Großenkneten - Von Ove Bornholt. Zügig hat der Ausschuss für Infrastruktur der Gemeinde Großenkneten während seiner Sitzung am Donnerstag empfohlen, was auf dem Land lange Jahre auf sich warten ließ: schnelles Internet.

Die Politiker votierten einstimmig dafür, einen Kooperationsvertrag mit dem Landkreis Oldenburg zu unterzeichnen. Dieser sieht unter anderem vor, mangelhaft versorgte ländliche Gebiete so auszubauen, dass der Anschluss an moderne Kommunikationstechniken jetzt und künftig nicht verloren geht. Dafür sollen die kreisangehörigen Gemeinden 1,5 Millionen Euro aufbringen. Gemeinsam mit weiteren 1,5 Millionen Euro vom Kreis, zwei Millionen Euro vom Land und fünf Millionen Euro vom Bund stünden dann zehn Millionen Euro für den Ausbau des schnellen Internets in den kommenden Jahren zur Verfügung. Allerdings sind noch keine Fördergelder beantragt – und dies wird auch nicht vor Sommer geschehen (wir berichteten).

Welchen Anteil die Gemeinde Großenkneten exakt zahlen müsste, ist noch unklar. Es geht vermutlich um eine Größenordnung von 200 000 Euro, wie Bürgermeister Thorsten Schmidtke durchblicken ließ. „Der Ausbau ist ein großer Schritt nach vorne“, meinte er und rannte damit offene Türen ein.

Landwirt Torsten Dreye (CDU) aus dem rund 100 Einwohner großen Dorf Haschenbrok sagte: „Es wird auch langsam Zeit. Leute mit schneller Internetverbindung wissen gar nicht, was es für ein Nachteil ist, keine zu haben.“ Die Gemeinde solle das Geld in die Hand nehmen. „Es ist für unsere Betriebe gut angelegt.“

Auch Axel Janßen von der Kommunalen Alternative (KA) stimmte zu. Die Sache sei „unbedingt unterstützenswert. Es wird Zeit, die weißen Flecken zu füllen.“

SPD-Vertreter Heinz Heinsen wies auf den guten Zeitpunkt angesichts der Fördermöglichkeiten hin: „Es gibt keine bessere Möglichkeit als jetzt, um zuzugreifen.“

Des Weiteren beschäftigte sich das Gremium mit der Erschließungsplanung für das Gewerbegebiet „Am Brink“ im Süden des Ortes Großenkneten. Dort plant die Gemeinde, eine rund zwei Hektar große Fläche an das bestehende Gebiet anzugliedern. Hierfür ist es nötig, die Straße etwas zu verlegen und die Kanalisation auszubauen.

„Die Rahmenbedingungen für die gewerbliche Entwicklung sind fast optimal“, kommentierte Ingenieur Wilhelm Grünefeld seine Planungen, die er den Ausschussmitgliedern vorstellte. Ohne größere Diskussion stimmten diese geschlossen für die vorgeschlagene und ebenfalls von der Verwaltung befürwortete Lösung.

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