Barrierefreie Anlage erhält Preis

Ausgezeichneter Garten auf Gut Sannum

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Die Jury-Mitglieder Silke Schwarz (Hochschule Osnabrück) und Reinhard Schrader (Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, von links) präsentieren die Urkunde mit Hans-Werner Kuhlmann, Karin Harms (von rechts) und weiteren Mitarbeitern von Gut Sannum im Garten. 

Sannum - Der ein Hektar große, barrierefreie Garten von Gut Sannum bei Huntlosen wurde nun als eine der vier besten Anlagen in ganz Niedersachsen ausgezeichnet. An dem Wettbewerb „Firmengärten“ nahmen mehr als 50 Bewerber aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Therapie teil – zum Beispiel Krankenhäuser, Seniorenheime oder eben Einrichtungen für behinderte Menschen wie Gut Sannum.

Vor sieben Jahren hatten Bewohner und Mitarbeiter den Garten gemeinsam geplant und gestaltet. Er zeichnet sich durch ein Gefälle aus. Je mehr es aufs Zentrum zugeht, desto mehr fallen die Wege ab. Das kommt Rollstuhlfahrern entgegen, die so besser gärtnern können, erlaubt aber auch grundsätzlich einen besseren Zugang zu den Beeten.

„Wenn ich mit Erde hantiere oder sehe, wie Pflanzen wachsen, tut mir das gut. So ist es auch mit den Mitarbeitern und Bewohnern“, meinte Karin Harms, stellvertretende Geschäftsführerin des Bezirksverbands Oldenburg (BVO), der das Gut verwaltet.

„Sich auf Gut Sannum wohlzufühlen, fällt nicht schwer“

Schon die Planung des Gartens sei etwas Besonderes, hob Silke Schwarz von der Hochschule Osnabrück hervor. Sie ist nicht nur Fachfrau, sondern auch Mitglied der Jury, die die Einrichtung prämiert hatte. „Sich auf Gut Sannum wohlzufühlen, fällt nicht schwer: rustikales Pflaster, eine alte Hofanlage, ein Spielplatz, Hofladen und Café. Es ist einfach wunderbar – ländliches Leben in einer bunten Vielfalt“, so Schwarz, die sich an einen Besuch im Sommer erinnerte: „Es war ein grüner Kräuterdschungel.“ Damals blühten die Pflanzen noch und beeindruckten die Jury.

Darüber freute sich auch Hans-Werner Kuhlmann, Leiter von Gut Sannum. „Es wurde sogar infrage gestellt, ob die gemeinsame Planung mit den Bewohnern möglich ist“, erzählte er aus der Anfangszeit. Der BVO hatte damals kräftig investiert. Für den Garten und die Gestaltung des Innenhofs, der vormals ein Parkplatz war, wurden alleine 500 000 Euro fällig. Der nun vergebene Preis ist eine Anerkennung für die geleistete Arbeit. 

 bor

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