Plakette für das Fliegerhorst-Museum in Ahlhorn

Aufwertung für ein wertvolles Gebäude

Vier Hände befestigen eine Bronzeplakette.
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Aufwertung in Sachen Denkmalschutz: Die Förderplakette wird am Donnerstagmorgen angebracht.

Ahlhorn – Es ist eine weitere Plakette, die seit Donnerstagmorgen an der Vorderseite des Gebäudes an der Zufahrt zum Metropolpark Hansalinie prangt und anzeigt: Am Gelingen des Museums der „Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn“ (TGFA) haben neben den unermüdlich arbeitenden Vereinsmitgliedern viele weitere Helfer und Sponsoren mitgewirkt – in diesem Falle die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), die die notwendigen Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten am „Gebäude 24“ auf dem ehemaligen Flugplatz mit 10 000 Euro unterstützt hat.

Dörte Lossin, Ortkuratorin Oldenburg der DSD, hat die Bronzetafel überbracht und zusammen mit Vorstandsmitgliedern an dem Museum befestigt. Die Traditionsgemeinschaft hatte die Einrichtung – die auf 360 Quadratmetern rund 460 Exponate versammelt und die Geschichte des Fliegerhorstes von seinen Anfängen an erzählt und in allen seinen Facetten beleuchtet – im Juli offiziell eröffnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Durch die Verleihung der Plakette werde die Wichtigkeit unterstrichen, die das Gebäude inzwischen erreicht habe, sagte der TGFA-Vorsitzende Peter Pasternak kurz vor dem Anbringen des bronzenen Hinweisschildes. Durch die Verleihung sei es in Sachen Denkmalschutz „eine Stufe aufgestiegen“. Dieter Stagnet, Geschäftsführer des Metropolparks Hansalinie, der der TFGA das „Haus 24“ überlassen hatte, berichtete, dass ein weiteres Gebäude auf dem Gelände nur wenige hundert Meter vom Museum entfernt – das ebenfalls mit der Fliegerei zu tun habe und ebenso unter Denkmalschutz stehe – aktuell saniert werde: Das sogenannte „Flaggenhaus“, an dem zu den Zeiten der kaiserlichen Kriegsmarine Einweiser mit Flaggen den Luftschiffen, die in Ahlhorn stationiert waren, entsprechende Anweisungen gegeben haben. „Das war damals, was heute ein Tower auf einem Flugplatz ist“, veranschaulichte Dieter Hasebrink von der Traditionsgemeinschaft die Funktion des Baus. Lossin zeigte sich interessiert und beeindruckt und riet Stagnet, ebenfalls einen Antrag auf Förderung durch die DSD zu beantragen. Diese sei stets daran interessiert, ein Ensemble aus mehreren Gebäuden zu fördern, wie es hier der Fall wäre.

Museum ziert die Einfahrt zum Metropolpark

Künftig werde es als weiteres Verwaltungsgebäude Verwendung finden, gab Stagnet einen Ausblick. Es seien sogar noch einige passende Dachziegel vorhanden – sonst mitunter ein Problem bei denkmalgeschützten Gebäuden. Die Fertigstellung sei für Anfang des kommenden Jahres geplant. Er freue sich, dass sich gerade an der Zufahrt zu dem Metropolpark-Gelände mit dem Museum nun ein Gebäude befinde, das gleichzeitig auf die Geschichte der Fliegerei an dem Standort verweise, so Stagnet. Hartmut Giese, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten, schloss sich im Namen der Kommune dem Lob seiner Vorredner für die TGFA an und bedankte sich bei den Unterstützern, die das Unterfangen mit ermöglicht hätten.

Abschließend verriet Pasternak das nächste Projekt des Vereins: Ein „Audio-Guide“ für das Museum, in dem Zeitzeugen erzählen. „Die Leute, die nach uns kommen, können nicht mehr so detailreich berichten“, so der Gedanke dahinter. Zudem sollten so die Eindrücke und Gedanken der „alten Generation“ wiedergegeben werden. Dies werde das Konzept des Museums aufwerten.

Freude über Förderungen: Dieter Stagnet, Peter Pasternak, Hartmut Giese, Heide Menges, Dörte Lossin und Dieter Hasebrink (v.l.) vor dem „Gebäude 24“.

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