Auftaktveranstaltung zum „Tag der Regionen“ in Huntlosen

Regionales nicht nur für den Gaumen

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Im Banne der Steinzeit: Marion Kanczok und Jörg Stein zeigten den Besuchern, wie ihre Vorfahren vor Tausenden von Jahren gelebt haben.

Grossenkneten - Von Jörg Beumelburg. Jedes Jahr aufs Neue beteiligen sich Unternehmen, Hobbyhandwerker und Künstler in der Gemeinde Großenkneten an dem „Tag der Regionen“. Die Auftaktveranstaltung unter dem Motto „Heimat-Region entdecken; Kultur- , Natur- und Wirtschafts-Vielfalt“ ging am Sonntag in der Keramikwerkstatt von Britta Rust in Huntlosen über die Bühne. Ob Künstler mit ihren kreativen Ideen oder das Leben in der frühen Steinzeit, für die vielen Besucher gab es in der gesamten Gemeinde viel zu entdecken.

Rust beschäftigt sich in ihrer Werkstatt mit der japanischen Raku-Kunst. Der stellvertretende Bürgermeister Rolf Jessen, der die Eröffnungsrede hielt, konnte erstmal mit dem Begriff gar nichts anfangen, wie er gestand. Erst nachdem er im Internet ein wenig recherchiert hatte, bekam er heraus, dass diese Art der Keramik viel mit Gelassenheit, Zufriedenheit, Wohlgefühl und Glück zu tun habe.

Und das baute er auch gleich in seine Rede ein. Denn Jessen zeigte sich sehr zufrieden über die Vielzahl der Beteiligten am „Tag der Regionen“ – vor allem aus Huntlosen: „Als Huntloser begrüße ich es besonders, dass hier viele aktiv sind und ihren Teil beitragen.“

Denn von 13 Stationen, die am Sonntag besichtigt werden konnten, befanden sich zehn davon quasi vor seiner Haustür. Ob direkt im Ortskern oder auf Gut Sannum, überall war Bewegung: Fußgänger oder Radfahrer belebten die Straßen.

Die Akteure ließen sich einiges einfallen, um viele Besucher zu sich zu locken. So hatte sich Jörg Stein, Inhaber des Restaurants „Schalotte“ nicht nur ein kniffliges Bilderrätsel mit Werken der Malerin Heidi Kneppeck ausgedacht, sondern außerdem den Außenbereich der Archäologin Marion Kanczok zur Verfügung gestellt. Mit ihrem mobilen Museum versetzte Kanczok die Gäste in den Alltag vergangener Kulturen. Mit Feuersteinen konnten sie einmal ausprobieren, ein Feuer zu entzünden, oder mit Pfeil und Bogen zu schießen. Aber auch für die kleinsten Besucher gab es dabei viel zu entdecken und zu gestalten, beispielsweise eigene Skulpturenbilder.

Kulinarisch begeisterten die Gastronomen Ralf Kempermann (Großenkneten), Uwe Meyer (Huntlosen) und Jürgen Fischbeck (Huntlosen). Sie kreierten ein gemeinsames Dreigänge-Menü speziell für den „Tag der Regionen“. Selbstverständlich wurden die Zutaten für die Kürbissuppe, die Rouladen mit Rotkohl und die Apfelgrütze in der Region angebaut.

„Es ist klasse, dass diese Aktion immer wieder so gut angenommen wird“, zog Arne Kunz, Tourismussachbearbeiter bei der Gemeinde Großenkneten, sein Fazit. Bei ihm liefen die Fäden der gesamten Vorbereitungen aller beteiligten Gruppen und Einzelpersonen zusammen. Insgesamt hatte er sowohl von den Besuchern wie auch den Mitwirkenden durchweg ein positives Feedback bekommen.

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