Bund fördert Projekt der Ländlichen Erwachsenenbildung in Huntlosen mit 158 500 Euro

Mit Apps, Internet und Emma Demenzkranken besser helfen

Gestatten, Emma: Der Pflegeroboter wird derzeit an der Fachhochschule Kiel entwickelt.  J Foto: Pieper

Huntlosen - Wie können moderne Medien die Situation demenziell Erkrankter, ihrer Angehöriger und Pflegender im ländlichen Raum verbessern? Dieser Frage geht ab sofort ein Projekt der Ländlichen Erwachsenenbildung Weser-Ems-Mitte (LEB) mit Sitz in Huntlosen nach. Der Bund ist überzeugt von dem Konzept, das verschiedene Partner in dem Bereich zusammenbringen wird. Einer von ihnen ist ein Pflegeroboter namens Emma.

Mit rund 158 500 Euro unterstützt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung das Programm „DSL und Demenz: Digitale Selbsthilfe auf dem Land“, berichtet Karin Pieper, Leiterin der LEB, erfreut: „Das ist auf jeden Fall ein Leuchtturmprojekt für unsere Region.“ Dafür arbeitet die LEB mit verschiedenen Partnern zusammen: der Uni Oldenburg etwa, dem Landfrauenverband und dem Kreislandvolk sowie der Fachhochschule Kiel und der EWE – aber nicht zuletzt mit den Akteuren vor Ort. „Wir wollen das in die Breite bringen“, beschreibt Pieper den Ansatz. Denn: „Der Bedarf ist da.“

Drei Ziele verfolgt die LEB zusammen mit ihren Partner: Die Entwicklung einer App für Smartphones oder den Aufbau einer Website, der testweise Einsatz des Pflegeroboters Emma, der gegenwärtig an der Fachhochschule Kiel entwickelt wird, sowie der Aufbau eines Netzwerkes.

Zunächst gelte es, in Zusammenarbeit mit den Partnern und den Zielgruppen einen konkreten Rahmen abzustecken, berichtet die Expertin weiter: „Was wird gebraucht und wie können wir das umsetzen?“ So könnte die App für die Mobiltelefone etwa verschiedenste Aufgaben erfüllen – von der Bündelung von Ansprechpartnern oder medizinischem Fachwissen bis hin zur Teilnahme am gesellschaftlichem Leben – denkbar sei beispielsweise die Übertragung eines Gottesdienstes auf das Gerät. Theoretisch sei auch die Ortung einer orientierungslosen Person über das Handy möglich.

Die Aufgaben, die danach auf ihre Kollegen Carsten Wefer (Projektleitung) und Veronika Volker (Medienpädagogik) zukommen, seien in einem zweiten Schritt wiederholtes Gestalten, Testen, Überprüfen und Anpassen – bis hin zum fertigen Ergebnis. Der Projektzeitraum ist bis Juni 2020 bemessen. Große Hilfe habe das Projekt allerdings schon im Vorfeld erfahren, sagt Pieper: „Unsere beiden Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag und Astrid Grotelüschen haben sich sehr für uns in Berlin eingesetzt.“  J fra

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