Annette Lübke eröffnet Galerie und Malschule zugleich

„Kunstbaude“: Ahlhorn bekommt ein neues Atelier

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Mehr Platz für Bilder hat sich Annette Lübke in ihrem neuen Atelier „Kunstbaude“ geschaffen.

Ahlhorn – „Die Bilder wurden immer größer und größer, und die Wohnung wurde immer voller und voller“, sagt Annette Lübke und kann sich ein leichtes Lachen nicht verkneifen. Doch das ist nicht der Grund, warum sie am Sonnabend, 30. November, in Ahlhorn ihr Atelier namens „Kunstbaude“ eröffnet: Es ist die Freude an dem kreativen Prozess und an dem fertigen Bild, die sie teilen möchte.

„Manchmal bin ich nach dem Malen regelrecht begeistert“, erzählt die 47-jährige Diplom-Informatikerin. „Ich bin dann meist sehr zufrieden und habe zuvor alles ausgeblendet. Die Stunden verfliegen – das ist wie ein meditativer Zustand“, berichtet sie von ihrer Leidenschaft für das Malen. Diese wolle sie auch mit anderen Menschen teilen: „Ich möchte Leuten die Möglichkeit geben, zu sagen: ,Cool, das habe ich gemacht’.“

Damit der Erfolg nicht lange auf sich warten lassen muss oder dem Zufall überlassen bleibt, unterrichtet Lübke vor allem in zwei Techniken: Die eine folgt dem erfolgreichen amerikanischen TV-Maler Bob Ross („The Joy of Painting“), die andere dem Ansatz von Gary und Kathwren Jenkins, die ebenfalls über ihre Kurse im Fernsehen bekannt geworden sind. Für beide Methoden des Malens hat die gebürtige Cloppenburgerin entsprechende Kurse in Berlin besucht und sich als Lehrerin zertifizieren lassen. Dabei handelt es sich vor allem um eine „Nass-in-Nass-Technik“, bei der nach bestimmten Regeln und festgelegten Abläufen Ölbilder entstehen.

Die einzelnen Einheiten ihres Kurses in der „Kunstbaude“ sollen wie folgt ablaufen: Sie wählt ein Motiv aus, das es zu malen gilt, etwa eine Berglandschaft. Es soll im Vorfeld auf ihrer Homepage veröffentlicht werden.

Im Kurs malt Lübke das Bild zunächst vor, dann sollen die Teilnehmenden das gewählte Motiv auf ihren Leinwänden umsetzen. Etwa sechs bis acht Stunden soll es dauern, bis ihr individuelles Werk fertig ist. Doch sie will nichts strikt vorgeben, sondern vor allem anleiten, so Lübke. Wer sein Bild anders gestalten will, habe dazu alle Freiheiten, sagt sie. „Der Stil ist egal“. Vorkenntnisse sind nicht nötig: „Es können auch blutige Anfänger kommen“, ermuntert sie alle, die am Malen Interesse haben. Denn diese Menschen möchte sie nach Möglichkeit zusammenbringen. Der Austausch mit den Kursteilnehmern ist ihr wichtig: „Zusammensitzen, sich unterhalten, vielleicht ein Netzwerk aufbauen“, erzählt die Ahlhornerin weiter.

Die Malerei begleitet sie bereits ihr ganzes Leben lang: Schon in ihrer Kindheit habe sie gerne zu Stiften, Pinseln und Farben gegriffen. In den vergangenen Jahren hat Lübke ihr Hobby intensiviert und professionalisiert. Ihre ersten Kurse sollen im Januar beginnen, zunächst mit vier „Schülern“. „Ich will mich da langsam herantasten“, so Lübke.

Der rund 90 Quadratmeter große Pavillon, in dem nun die „Kunstbaude“ ist, beherbergte zuvor ein Friseurgeschäft. Lübke mietete anschließend– nach einigem Suchen in der Region – das Gebäude im Oktober. Mit der Hilfe ihrer Familie hat sie es inzwischen umgebaut und als Unterrichtsraum sowie als kleine, gemütliche Galerie hergerichtet. Der Standort sei ihr wichtig, so Lübke: „Ich möchte auch etwas für den Ort tun“, sagt sie. Denn Ahlhorn sei mit Angeboten in dieser Richtung nicht überreich gesegnet. Bürgermeister Thorsten Schmidtke habe bereits angekündigt, zur Eröffnung vorbeizuschauen, sagt Lübke.

Neugierig?

Wer Interesse an der „Kunstbaude“ und den Malkursen hat, kann sich am Sonnabend von 11 bis 18 Uhr bei der Eröffnungsfeier informieren. Unterrichts- und Ausstellungsort ist die „Kunstbaude“, Sandhörn 2a, in Ahlhorn.

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