Straße muss saniert werden / Verfahren würde 900.000 Euro kosten

Achtwöchige Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Ahlhorn droht

Großenkneten - Von Ove Bornholt. Die ehemalige B 213 in Ahlhorn muss saniert werden. Einzelheiten stellte der zuständige Ingenieur Gunnar Hirsch am Donnerstagabend dem Ausschuss für Infrastruktur der Gemeinde Großenkneten vor. Dieser empfahl die Maßnahme im Anschluss einstimmig. Die endgültige Entscheidung trifft der Verwaltungsausschuss.

Zwischen der Großenkneter Straße (etwa ab Ortseingang) und dem Kreisverkehr soll die ehemalige B 213 in Ahlhorn saniert werden. Das könnte in mehreren Teilabschnitten geschehen, was allerdings insgesamt eine acht Wochen dauernde Vollsperrung nötig machen würde. Jeder Teilabschnitt wäre eine Woche betroffen. Die Strecke führt direkt von Wildeshausen zur A 29 und ist auch zum Ausweichen bei Staus auf der A 1 von Bedeutung.

Da der Bund die Straße vor einiger Zeit an die Gemeinde abgab, ist diese für die Unterhaltung zuständig. Es seien erhebliche Schäden aufgetreten, so die Verwaltung. Neben Rissen und Löchern geht es um Versackungen. Die nun vorgestellten Kosten in Höhe von 900.000 Euro liegen allerdings deutlich unter dem, wovon noch vor zwei Jahren ausgegangen wurde (1,4 Millionen Euro).

Das liegt daran, dass nicht – wie 2014 angenommen – die komplette Straße aufgebrochen, entfernt und wieder neu verlegt werden muss, sondern nur eine sechs Zentimeter dicke Schicht abgetragen werden kann. Anschließend würde ein Gitter für die nötige Stabilität sorgen, bevor wieder sechs Zentimeter Asphalt aufgeschüttet würden.

Möglich gemacht haben die neuen Erkenntnisse spezielle Messverfahren des Untergrunds, unter anderem mit Lasern und einer Echo-Analyse. Erste Vermutungen, die Tragfähigkeit sei grundsätzlich gefährdet, wurden so widerlegt. Weitere Messungen sollen noch erfolgen.

Mit dem vorgeschlagenen Verfahren habe die Gemeinde schon gute Erfahrungen gemacht, meinte Ingenieur Hirsch. Damit bezog er sich auf einen anderen Abschnitt der Straße auf Höhe der Autobahnpolizei. Die im Landkreis Cloppenburg zuständige Autobahnmeisterei Lingen habe dagegen auf ein herkömmliches Verfahren auf ihrem Teil der B 213 im Bereich der Gemeinde Emstek gesetzt. „Dort musste schon wieder saniert werden“, sagte Hirsch.

Aus der Politik kam Zustimmung zu dem vorgeschlagenen Vorgehen. „Wenn wir alles auf einmal durchziehen, ärgert man sich auch nur einmal“, argumentierte Samuel Stoll (CDU) aus Ahlhorn.

Die Arbeiten könnten 2017 beginnen. Doch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr plant einen Umbau des Kreisverkehrs in Ahlhorn. Beide Maßnahmen zeitgleich zu erledigen, würde die Bevölkerung des Großenkneter Ortsteils und viele Pendler hart treffen. Deswegen soll die Abstimmung mit der Behörde gesucht werden, hieß es in der Sitzung.

Rubriklistenbild: © dpa

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