48-Stunden-Challenge des Großenkneter Rallye-Teams: Zwei Teilnehmer aus der Gemeinde Hatten gehen sogar mit Lastwagen an den Start

Mit unterschiedlichsten fahrbaren Untersätzen auf die Piste

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Hauptsache alt: Mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen – von VW-Bussen über Lastwagen bis hin zur amerikanischen Limousine – gehen Teilnehmer aus dem Landkreis Oldenburg bei der 48-Stunden-Challenge an den Start.

Grossenkneten - „Nimm das älteste Fahrzeug, das du finden kannst.“ So steht es in der Ausschreibung zur 48-Stunden-Challenge, die das Rallye-Team „Kneten Goes Baltic“ organisiert (wir berichteten). „Egal ob Auto, Motorrad oder Lkw.“ Und diesen Spielraum haben einige der rund 100 Teilnehmer, die sich bis gestern für die Tour angemeldet haben, auch ausgeschöpft.

So auch die „Butscher-Bullis“ und „Red Hunters“ aus Kirchhatten. Wie auch das KGB-Team sind sie im vergangenen Jahr bei der „Baltic Sea Circle“ an den Start gegangen und nun hat sie das Rallye-Fieber erneut gepackt. Mit ihren frisch überholten VW-Bussen, die schon mehr als 20 Jahre und etliche Kilometer auf dem Buckel haben, werden sie auch die Challenge bestreiten. „Uns verbindet die Leidenschaft für außergewöhnliche Autorallyes“, sagte Nico Behrends von den „Red Hunters“. Zusammen mit seiner Partnerin Silke Schütte ist es für ihn die zweite Tour – wenn auch keinesfalls vergleichbar mit der knapp 8000 Kilometer langen Strecke rund um die Ostsee im vergangenen Jahr.

Ebenfalls aus der Gemeinde Hatten kommen Thomas Quitsch und Heinz Kothe, die bei der Challenge mit ihren Lkw an den Start gehen. Quitsch hat 14 Jahre lang an seinem zweiachsigen Scania V8 aus dem Baujahr 1982 geschraubt und ihn komplett zerlegt. Unzählige Stunden brauchte er dann, um seinen Truck wieder zusammenzubauen. Inzwischen hat er seine ersten Rallye-Erfahrungen unter anderem in Hamburg und Assen gesammelt. Auf der bevorstehenden Fahrt wird ihn seine Ehefrau Britta Fengler begleiten. Kothe fährt einen Dreiachser MAN TGA aus dem Baujahr 2002. Auf seinem tonnenschweren Lkw hat er einen Wohncontainer befestigt.

Eine Spur rasanter werden Jens Klostermann und Lars Küther vom KGB-Team unterwegs sein. Sie haben sich entschlossen, die Challenge mit ihrer amerikanischen Limousine „Lincoln Mercury“, Baujahr 1964 mit 7,8 Liter Hubraum, zu bestreiten. Den Wagen haben sie sich vor vier Jahren zugelegt. „Für diese Kurzstrecke können wir den Schlitten ruhig mal aus der Garage holen“, scherzte Klostermann. Schließlich verschlingt der Lincoln auf 100 Kilometern bis zu 20 Liter Benzin. „Die Bequemlichkeit und dass hier immerhin sechs Mitfahrer reinpassen, macht die Sache dann wieder interessant“, begründete Klostermann die Entscheidung, diesmal nicht auf ihren alten Audi Quattro zurückzugreifen.

Schon jetzt fiebern die Organisatoren dem Start der ersten von ihnen auf die Beine gestellten Rallye entgegen. „Mit so vielen Teilnehmern haben wir am Anfang gar nicht gerechnet“, freute sich Malte Alves. Eine logistische Herausforderung ist es dennoch. Immerhin muss nicht nur die Fahrstrecke punktgenau geplant, sondern auch das Equipment bis zum Starttermin zusammengestellt sein. Dazu gehört vor allem das „Roadbook“ für die Teilnehmer, in dem die Route und die Aufgaben beschrieben sind, die unterwegs von den Teams absolviert werden müssen.

Rund 40 Fahrzeuge werden am 8. Mai auf dem Wilhelm-Wellmann-Platz in Großenkneten starten und versuchen, innerhalb von 48 Stunden die 1200 Kilometer lange Strecke durch Deutschland und europäische Nachbarstaaten samt der Aufgaben aus dem Roadbook zu bewältigen. Die genaue Route ist noch streng geheim – eine Fahrt ins Ungewisse für die Teilnehmer gewissermaßen. Auch Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke hat sich für die Rallye angemeldet. Er wollte dieses Abenteuer einmal live miterleben.

jb

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