„100 Jahre Fligerhorst Ahlhorn“: Ausstellung erinnert an die Historie

Als aus einem Heidedorf ein wichtiger Ort wurde

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Die Ausstellung über die 100-jährige Geschichte des Geländes in Halle 1 erfreute sich bei den Besuchern großer Beliebtheit.

Ahlhorn - Von Jörg Beumelburg. „Als wir unseren Verein gegründet haben, hatten wir immer das Ziel vor Augen, diesen Tag gebührend zu feiern und zu einem Erlebnis werden zu lassen“, sagte der Vorsitzende der „Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn“, Peter Pasternak. Und das ist ihm und seinen Mitstreitern bei der Jubiläumsfeier „100 Jahre Fligerhorst Ahlhorn“ eindrucksvoll gelungen.

Etliche Stunden der Vorbereitung steckten in dem zweitägigen Fest, das am Wochenende auf dem Gelände des heutigen Metropolparks Hansalinie über die Bühne ging. Wie berichtet, wurden selbst die kühnsten Erwartungen der Veranstalter hinsichtlich der Besucher deutlich übertroffen: Mehr als 10000 Menschen nutzten das Jubiläum für einen Besuch. Darunter waren auch viele ehemalige Bedienstete und Militärangehörige.

Neben zahlreichen weiteren Attraktionen lockte auch eine Ausstellung zur Geschichte des Areals. In Halle 1 gab es nicht nur zahlreiche Exponate zu bewundern, sondern auch Bilder, die das Alltagsleben auf dem Gelände dokumentierten. Von den Anfängen seit 1915, als ein Luftschiffhafen in Ahlhorn errichtet wurde, über dessen Aufgabe nach dem Ersten Weltkrieg und die Wiederentdeckung 20 Jahre später für die militärische Flugflotte, legte die Ausstellung ebenso Zeugnis ab wie für die Zeit bis zur allmählichen Aufgabe des Standortes seit 2003. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Areal von britischen Bombern vollkommen zerstört. In den Jahren 1951 bis 1952 bauten die Briten den Flugplatz wieder auf und übergaben ihn sechs Jahre später an das Kommando der Deutschen Bundeswehr.

„Mit der Entstehung des Luftschiffhafens zwischen den Weltkriegen wurde für den Ort Ahlhorn eine Entwicklung eingeleitet, die sich über viele Jahre hingezogen hat“, erinnerte der Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten, Thorsten Schmidtke, an die Bedeutung für die Entwicklung des einst kleinen Heidedorfes. Denn mit den stetigen Erweiterungen des Flugplatzes stiegen auch Einwohnerzahl und Bekanntheitsgrad des Ortes. So kam es auch, dass Ahlhorn schon früh über eine Volksschule verfügte, berichtete Schmidtke, der selbst als junger Soldat in Ahlhorn seinen Dienst geleistet hatte.

Manfred Wendt, Geschäftsführer der Bunte-Gruppe, die heute den Metropolpark Hansalinie betreibt, machte in seiner Ansprache deutlich, dass dem Unternehmen sehr daran gelegen ist, die Geschichte des Flugplatzes aufrechtzuerhalten und Aktivitäten mit diesem Ziel so gut wie möglich zu unterstützen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Feierlichkeiten nutzten die Besucher die Gelegenheit, Attraktionen wie Militärflugzeuge und Hubschrauber zu besichtigen, Rundflüge im Helikopter zu unternehmen oder sich bei zahlreichen Ständen zu informieren.

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