Preisträger unterrichtet in Wildeshausen

„Groschen“ an Marco Beeken

Die Jury, bestehend aus Martin Grapentin, Professor Dr. Babette Simon (Präsidentin Uni Oldenburg), Dr. Corinna Dahm-Brey (Sprecherin Uni Oldenburg), Professor Dr. Marianne Assenmacher (Präsidentin Uni Vechta), Dr. Joachim Peters (v.r.), Professor Dr. Manfred Weisensee (Jade Hochschule) und Jürgen Lehmann (Hauptgeschäftsführer Arbeitnehmerkammer Oldenburg, v.l.) überreichten den „Groschen“ an Dr. Marco Beeken (3.v.l.).

Oldenburg - OLDENBURG (cs) · Die Laudatio spreche er für zwei Menschen, meinte Dr. Joachim Peters, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Oldenburg, gestern: Für einen Wissenschaftler und einen Entertainer. Den „Groschen“, den mit 10 000 Euro dotierten LzO-Förderpreis für Wissenschaftskommunikation, bekam gestern aber nur eine Person: Dr. Marco Beeken. Der 29-Jährige, der laut Jury unterhält und lehrt, ist Referendar am Wildeshauser Gymnasium für die Fächer Chemie und Biologie. Im Januar war der Preis zum ersten Mal ausgelobt worden. Beeken setzte sich gegen acht andere Bewerber durch.

Ausgezeichnet wurde der gebürtige Cloppenburger für das „Stadt der Wissenschaft“-Leitprojekt „Ich zeige dir, wie Wissenschaft funktioniert“. Beeken konzipierte, organisierte und evaluierte das Projekt mit Unterstützung der Chemiedidaktik der Universität Oldenburg. Dazu gehörten vier wissenschaftliche Großveranstaltungen – der „Oldenburger Forscherkongress“, „PubScience“ in Cloppenburg, „CHEMOL in der City“ und die „längste Experimentiermeile Deutschlands“.

„Originell, verständlich und vorbildlich“ sei die Wissenschaftskommunikation Beekens in Darstellung und Umsetzung, lobte Peters im Namen der Jury. „Der hier beispielhaft aufgeführte Ansatz des ‚science-tainments‘ – angelehnt an das Entertainment‘ – passt sehr gut in unsere Mediengesellschaft der schnellen und selektiven Informationsaufnahme“, betonte Peters. Die „wissenschaftliche, kreative und organisatorische Leistung“ sei in dem Projekt beispielhaft. Wissenschaftliche Inhalte habe Beeken mit unkonventionellen Methoden an viele Menschen weitergegeben. „Wenn es gelingt, bei jungen Menschen Interesse an wissenschaftlichen Themen zu wecken, profitiert die Wirtschaft. Denn die Neugierigen von heute sind die Fachkräfte und Wissenschaftler von morgen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) werde den Preis von nun an alle zwei Jahre ausloben, weil „das Wissen um Zusammenhänge und die intelligente Informationsbeschaffung immer mehr an Bedeutung gewinnen“, so Vorstandsvorsitzender Martin Grapentin. Die eigenen Erkenntnisse sollten „zum Wohle aller mit der interessierten Öffentlichkeit geteilt werden – mit dem Ziel, dass der Groschen möglichst oft fällt.“ Und Grapentin wusste auch: „Um Wissen fruchtbar zu machen, müssen wir kommunizieren.“

Das macht Beeken: Nicht nur in seiner Funktion als angehender Lehrer, zu dem er an der Universität Oldenburg ausgebildet wurde. Sondern auch als Entertainer „Marco Makkaroni“ – auf der Bühne verband er Wissenschaft und Spaß. „Edu-tainment“ – Education (engl. für Bildung) und Entertainment – nennt er das. So könnten „Vorurteile gegenüber der Wissenschaft – besonders gegenüber der Chemie – abgebaut werden“, hofft der 29-Jährige. Es sei gut, wenn Wissenschaftler ihren „Elfenbeinturm der Universität“ verließen. Auch sie könnten dabei noch etwas lernen – beispielsweise von den ganz simplen Fragen von Kindern.

Bei der Auswahl des Preisträgers Beeken hat die LzO eng mit den Universitäten und Hochschulen im Oldenburger Land zusammengearbeitet.

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