Gelder aus dem Konjunkturpaket II ermöglichen die Umsetzung von Maßnahmen mit einem Volumen von 585 500 Euro

Das Gros fließt in die Schulinfrastruktur

Klaus Viehmeier (l.) aus dem Bauamt und Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes (r.) machen sich ein Bild in der Schulküche der Haupt- und Realschule Harpstedt, die komplett neu ausgestattet wird. Kernstück sind vier Kochinseln mit angrenzenden Arbeitsplatten. Für die Maßnahme gibt es üppige Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket II.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken· Insgesamt 585 500 Euro „verbaut“ die Samtgemeinde Harpstedt im Zuge von Maßnahmen, die aus dem Konjunkturpaket II gefördert werden. Enthalten in dieser Summe sind 147 000 Euro, die bereits 2009 in die Erneuerung der Amtshof-Fenster flossen. Der große Rest dient zur Verbesserung der Schulinfrastruktur. Bei der Co-Finanzierung sitzt die Samtgemeinde mit lediglich 15 Prozent der Kosten im Boot. Zu 80 Prozent finanziert der Bund, zu fünf Prozent das Land Niedersachsen das Maßnahmenpaket. Größter Brocken mit einem Gesamtvolumen von allein rund 300 000 Euro: die bereits angelaufene Sanierung der Harpstedter Grundschulpausenhalle.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings auch. Erhoffte Mittel für die Fassadensanierung an der Dünsener Grundschulturnhalle, der Delmeschulhalle und am Lehrschwimmbecken fließen nicht. Auch die Gemeinde Groß Ippener bekommt keinen müden Euro aus dem Konjunkturpaket II für den geplanten Turnhallen-Neubau. „Der Sportfördertopf war völlig überzeichnet“, berichtet Klaus Viehmeier aus der Bauverwaltung.

Gefördert wird hingegen die Erneuerung der Schulküche in der Haupt- und Realschule Harpstedt bei einem Gesamtkostenvolumen von rund 60 000 Euro. Hier klappe es vielleicht nicht ganz, die Arbeiten bis zum Ferienende abzuschließen, so Viehmeier, der aber eine „zeitnahe“ Ausführung zusichert. Die neue Küche erhält vier Kochinseln mit jeweils zweimal zwei Ceranfeldern, vier Backöfen, vier Mikrowellen und einem Dampfgarer. Hinzu kommen Geschirrspüler und mehrere Spülen. Abgesenkte Arbeitsplatten in Buche-Dekor, ein neuer Fußbodenbelag aus blauem Linoleum und ein noch zu installierender Abluftschacht zählen zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen. Das Harpstedter Möbelhaus Mahlstedt liefert die Küche. „Wir haben selbstverständlich ordnungsgemäß ausgeschrieben“, versichert Viehmeier.

16 000 Euro, wiederum größtenteils aus dem Konjunkturpaket II, fließen in die weitere Modernisierung der Klassenbeleuchtung in der Grundschule Harpstedt mit tageslichtabhängiger Dimm-Automatik. „In acht Räumen haben wir das schon gemacht. Wir betreiben das im Übrigen auch in der Haupt- und Realschule Harpstedt. Dort gab es 2009 in zwei oder drei Klassenzimmern eine entsprechende Modernisierung“, so Viehmeier. Die Medienausstattung schlägt mit Investitionen von 22 500 Euro zu Buche. Zum Teil wird dieses Geld benötigt, um die Klassenräume der Haupt- und Realschule mit je einem Internet-Zugang zu versehen. Weitere 40 000 Euro sind veranschlagt, um dort die Ausstattung der Werkräume zu verbessern. Die Samtgemeinde will etwa neue Werk- und Hobelbänke, Schweißplätze oder auch Schränke anschaffen.

Mit dem Abschluss der Grundschulpausenhallen-Sanierung rechnet Viehmeier zwischen Anfang und Mitte Oktober. Das Gebäude bekommt ein Sheddach aus drei parallelen „Dachhäuschen“ mit jeweils nordseitigen Fenstern und angrenzenden – leicht geneigten – Flachdachzonen. Die Eindeckung erfolgt in Zinkblechen, die allerdings nicht ganz bis an den Altbau heran reichen, da die Feuerschutztreppe erhalten werden muss. „Andernfalls säßen die Kinder im Obergeschoss im Brandfall buchstäblich in der Falle“, so Viehmeier. Nicht zuletzt auch aus energetischen Gründen verringern sich die Fensterflächen an der Fassade (im südlich gelegenen Bereich der Halle verschwinden sie sogar ganz). Dadurch bedingt durchflutet weniger Tageslicht die Halle. Dies soll aber durch die vorgesehenen Dachfenster kompensiert werden. Die Fassade wird zusätzlich verblendet und gedämmt.

Die Bodenfliesen in der Pausenhalle bleiben drin. Darauf kommt nach Angaben von Klaus Viehmeier ein strapazierfähiger Teppich „auf Naturbasis“. Die Bühne lässt die Samtgemeinde als Schulträgerin rondellförmig umgestalten. Das Konzept für die Innensanierung hatte die Bauverwaltung zusammen mit Lehrkräften und Elternvertretern in einem Arbeitskreis erarbeitet.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Meistgelesene Artikel

„Impfdosis-Retter“ müssen fix sein

„Impfdosis-Retter“ müssen fix sein

„Impfdosis-Retter“ müssen fix sein
Sorge um Zukunft des „Landhauses Dünsen“

Sorge um Zukunft des „Landhauses Dünsen“

Sorge um Zukunft des „Landhauses Dünsen“
Das letzte Gelöbnis in der Lilienthal-Kaserne

Das letzte Gelöbnis in der Lilienthal-Kaserne

Das letzte Gelöbnis in der Lilienthal-Kaserne

Kommentare