Gesundheitsamt bietet weiter Impfungen an / Beratung auch bei Fernreisen

Grippe-Erkrankungen dieses Jahr früher und häufiger

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Ute Dieszbrock und Leonard Hamschmidt gehören zum amtsärztlichen Dienst und führen Impfungen durch. ·

Wildeshausen - Seit knapp vier Wochen ist die Grippe im Landkreis Oldenburg angekommen. Sie ist etwa elf Wochen früher als im vergangenen Jahr mit Macht ausgebrochen. Die Zahl der gemeldeten Erkrankungen liegt etwa doppelt so hoch wie im Winter des Jahres 2012. Auch jetzt lohnt sich noch die Schutzimpfung, betont Amtsarzt Leonard Hamschmidt.

Da sich die Erreger wandeln, ist die Streuung jedes Jahr unterschiedlich. 30 Prozent der Erkrankungen sind der im Volksmund „Schweinegrippe“ genannten Infektion zuzurechnen.

Besonders gefährdet sind Menschen über 60 Jahre und Bürger, die Vorerkrankungen hatten. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung erkrankt an der Grippe, davon kommen 90 Prozent aus der Risikogruppe. In Deutschland schätzen Experten bis zu 10 000 Tote jährlich nach einer Grippe-Erkrankung. Aus diesem Grund sei es für Risikogruppen auch jetzt noch sinnvoll, sich impfen zu lassen, so der Arzt. Es gibt im Landkreis Oldenburg keine Engpässe wie sie aus Schleswig-Holstein berichtet wurden.

Zum Ärzteteam des Gesundheitsamtes gehören neben Amtsarzt Leonard Hamschmidt die Medizinerinnen Ute Dieszbrock und Heike Kramisch-Ukena. Sie führen wöchentlich mehrere Impfgespräche und bieten monatlich eine Impf-Sprechstunde an. „Etwa zwei- bis dreimal pro Woche führen wir Impfungen für Menschen durch, die Fernreisen planen“, so Hamschmidt. Vorher werde überprüft, ob die in Deutschland üblichen Impfungen wie Tetanus, Mums/Maser/Röteln noch aktuell sind. Dazu kommen dann spezielle Impfungen, die sich nach dem Reiseland richten. „Eine Impfung gegen Hepatitis A ist für alle Länder nötig, in denen der Hygienestandard deutlich geringer ist als in Deutschland“, erklärt Hamschmidt, der seit 2005 im Gesundheitsamt arbeitet und selbst in Simbabwe als Krankenpfleger gearbeitet hat. In manchen Ländern ist eine Gelbfieber-Impfung für die Einreise verpflichtend, dazu gibt es Impfungen gegen Meningokokken, Tollwut, Japanische Enzephalitis, Typhus oder Cholera.

„Die Impfstoffe haben wir in der Regel vorrätig“, so Ute Dieszbrock. In jedem Fall sei aber eine Anmeldung im Gesundheitsamt erforderlich. Das Beratungsgespräch dort ist kostenlos. Die Impfungen können zum Teil mit der Kasse abgerechnet werden. · dr

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