50 Dötlinger nahmen Urkunde für schönstes Dorf aus den Händen von Ministerin Ilse Aigner entgegen

Gold in Berlin abgeholt

Die Vertreter der prämierten Dörfer stellten sich zum Abschlussfoto. Dötlingen war vorne mit dabei.

DÖTLINGEN (dr) · Ein Dorf auf Reisen in die Bundeshauptstadt. Rund 50 Dötlinger waren am Freitag mit dem Bus nach Berlin gefahren, um den verdienten Lohn ihrer mehrmonatigen Anstrengungen und Planungen in Empfang zu nehmen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner überreichte Bürgermeister Heino Pauka für den Sieg im 23. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ eine Urkunde.

Auszeichnungen ist die Gemeinde Dötlingen zwar fast schon gewohnt, weil sie in vielen Bereichen ganz vorne mit dabei ist, aber der Preis, den Pauka am Freitagnachmittag in Berlin entgegennehmen durfte, ist wohl der schönste und bisher bedeutungsvollste in der Geschichte der Gemeinde. „Mit dem Wettbewerb zeichnen wir nicht nur die besten der über 3 300 Dörfer aus, die am Wettbewerb teilgenommen haben“, erklärte Aigner. „Es sind all jene engagierten Menschen in den Vereinen oder im Ehrenamt, die Dank und Anerkennung verdienen.“ Mehr als 2 500 Bürger aus den acht Gold-, 16 Silber- und sechs Bronzedörfern waren der Einladung der Bundeslandwirtschaftsministerin zur Abschlussveranstaltung gefolgt. Die rund 50 Dötlinger waren bereits um 5.30 Uhr in die Busse gestiegen, um pünktlich in der Hauptstadt zu sein. Vor der Halle 1 des ICC nahmen Jörn Franke und Frank Poppe das Schild mit der Aufschrift „Dötlingen“ in Empfang, dann ging es in den Saal 1, wo überschäumende Feststimmung herrschte. Die Teilnehmer aus Harkebrügge hatten sogar ihre eigene Kapelle und ein großes Transparent mitgebracht.

Im Rahmen der Übergabe stand Heino Pauka im Scheinwerferlicht. Er hatte sich schnell noch Verstärkung durch Landrat Frank Eger auf die Bühne geholt. Aber auch die anderen „Golddörfler“, Marianne Mennen, Eckehard Hautau, Jörn Franke und Walter Ulrich erhielten einen Händedruck der Ministerin, die zu jedem Preisträger wenige Sätze sagte. In ihrem Hinweis auf Dötlingen verwies sie auf die lange Tradition als Künstlerdorf und die Gartenkultour, die dazu beitrügen, das Dorf besonders lebenswert zu machen.

Über drei Wochen lang war im vergangenen Jahr eine Bewertungskommission von Dorf zu Dorf gereist, um die Teilnehmer miteinander zu vergleichen. Dabei wurden unter anderem die Entwicklungskonzepte, wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Bau- und Grüngestaltung sowie die ökologische und die wirtschaftliche Gesamtsituation bewertet. Die aktive Beteiligung der Bürger an der Planung und Gestaltung des Dorfes und seiner Umgebung war ein weiteres wichtiges Kriterium. Am 10. September schließlich erreichte Dötlingen die Nachricht, dass das Dorf zu den acht ausgezeichneten Golddörfern der Republik gehört. Sicherlich eine gute Chance, in Zukunft viele interessierte Menschen in die Region zu locken.

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