Dauercamper Ingrid Finck und Dieter Wöhler fühlen sich auf dem Campingplatz Aschenbeck wohl

Glühweinabende und Schneewäsche

Dötlingen - Von Andreas HenselerWer bisher geglaubt hat, dass der Campingplatz Aschenbeck in einen Dornröschenschlaf gefallen sei, wird eines Besseren belehrt: Die verschworene Gemeinschaft der Dauercamper hat sich hier in der nasskalten Jahreszeit auf ihren weihnachtlich geschmückten Parzellen gemütlich eingerichtet.

Schon am Eingang zum Platz von Ingrid Finck und Dieter Wöhler schallt dem Besucher ein Weihnachtslied entgegen, und überall stehen Weihnachtsdekorationen oder leuchten stimmungsvolle Lichterketten, die auf das Weihnachtsfest einstimmen.

Seit 15 Jahren ist Ingrid Finck auf dem Campingplatz zu Hause. „Ich möchte hier nicht mehr weg“, sagt die gebürtige Lübeckerin. Als sie 1996 per Handschlag ihren Platz übernahm, habe ihr Sohn Dieter dieses Vorhaben mit den Worten „jetzt ist die Alte ganz verrückt geworden“ kommentiert. Mittlerweile zählen er und seine Freunde aber zu den Gästen, die es jeden Sommer aufs Neue auf den Campingplatz nach Dötlingen zieht. Bereits ein Jahr nach Übernahme des Stellplatzes lernte Ingrid Finck hier beim Campen ihren heutigen Lebensgefährten Dieter Wöhler aus Delmenhorst kennen und lieben: „Wir sind jetzt seit 14 Jahren zusammen“, erzählt sie und schmunzelt. Beide fühlen sich auf dem Gelände pudelwohl – besonders im Herbst und Winter: „Dann ist es hier richtig schön ruhig.“

Auch der Zusammenhalt der Dauercamper sei eine tolle Sache. Neben vielen gemeinsamen Aktivitäten im Laufe des Jahres stehen in der Adventszeit an jedem Sonnabend gemütliche Abende mit Glühwein und Bratwurst vom Grill bei wechselnden Gastgebern auf dem Programm. „Kürzlich haben wir zusammen einen Rumtopf geleert und Volkslieder gesungen. Seitdem nennen mich alle Heino“, verrät Dieter Wöhler, der selbst schon seit 34 Jahren auf dem Campingplatz „beheimatet“ ist.

Er und seine Partnerin kennen weder Heimweh noch Langeweile. „Es gibt hier immer etwas zu tun“, ist sich das Dauercamper-Paar einig. Hin und wieder seien sie zwar bei ihren Familienangehörigen zu Besuch, aber nach kurzer Zeit ziehe sie es zurück nach Dötlingen: „Wenn wir ein paar Tage weg sind, müssen wir wieder nach Hause.“

Doch wo Licht ist, ist auch etwas Schatten. „In diesem Jahr fehlt bisher der Schnee“, bedauert Ingrid Finck und verrät, dass es für sie dann immer ein ganz besonderes Vergnügen sei, sich am frühen Morgen im und mit dem Schnee am ganzen Körper zu waschen. Augenzwinkernd merkt sie an: „Das geht im Sommer nämlich nicht.“

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