Traditionsgemeinschaft betont Neutralität in politischen Fragen

Gilde hat kein Probleme mit einer Bürgermeisterin

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Oberst Ernst Frost nimmt Stellung zu aktuellen Themen.

Wildeshausen - Sollte Wildeshausen ab kommendem Herbst eine Bürgermeisterin haben, wäre das für die Wildeshauser Schützengilde kein Problem. Als General würde auch ein Bürgermeister-Stellvertreter in Frage kommen – oder eine andere Person, die befähigt ist.

Das geht aus einer Mitteilung hervor, die am Wochenende verschickt wurde – wenige Tage nach der Ankündigung von fünf Parteien, mit Sabine de Buhr-Deichsel eine Frau als gemeinsame Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Wildeshausen ins Rennen zu schicken.

„Die Gilde begrüßt die Kandidatur von Frauen und Männern und hebt hervor, dass die Kandidatur von Frauen absolut kein Problem darstellt, wie vielfach verdeckt unterstellt wird“, so Oberst Ernst Frost. „Wir begrüßen es, wenn es in Wildeshausen zu einer hohen Konsensbildung auch für weibliche Kandidaten kommen wird. Die Bevölkerung entscheidet über das Bürgermeisteramt und nicht die Gilde als Institution.“ Das werde auch an den rechtlichen Bindungen durch die Satzung deutlich. In Paragraph 17 der Statuten wird folgendes geregelt: „General der Wildeshauser Schützengilde ist der jeweilige Bürgermeister der Stadt Wildeshausen. Sollte der Bürgermeister das Amt nicht annehmen können oder wollen, trägt die Wildeshauser Schützengilde das Amt dem ehrenamtlichen Stellvertretenden Bürgermeister an. Voraussetzung für den Dienstantritt als General ist die Mitgliedschaft in der Wildeshauser Schützengilde.“

Sollte das Amt des Stellvertretenden Bürgermeisters ebenfalls von einer Frau geführt werden, ist auch das gar kein Problem. Die Gilde wird in einem solchen Fall eine für die Stadt und Gilde einvernehmliche Lösung herstellen“, so Frost. „Das Offizierskorps der Wildeshauser Schützengilde steht der Kandidatur einer Frau für das Bürgermeisteramt der Stadt Wildeshausen wertneutral gegenüber und spricht sich deutlich gegen eine geschlechterspezifische Festlegung aus. Wird eine Frau zur Bürgermeisterin gewählt, so wird dieser für die Gilde normale demokratische Vorgang, ohne nur den Anschein eines von außen angetragenen Vorbehaltes zu akzeptieren, geschäftsmäßig vom Offizierskorps bearbeitet.“

Zur Teilnahme von Frauen am Schaffermahl gibt es ebenfalls eine Stellungnahme der Gilde. „Es ist seit Jahrzehnten guter Brauch, Ratsmitglieder, Förderer und Ehrengäste, die sich für die Stadt Wildeshausen und die Gilde verdient gemacht haben, zum Schaffermahl einzuladen. Dies bezieht sich auf Gäste beiderlei Geschlechts“, so Frost. „Demnach ist es so, dass Frauen als Gast bei unserer Schaffermahlzeit sehr gerne gesehen sind. Das ist in der Vergangenheit so gewesen und dies wird in der Zukunft auch selbstverständlich so beibehalten.“ · dr

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