HTB fordert mehr kommunale Unterstützung und intensiveren Austausch mit Rat und Verwaltung ein

„Es gibt keinen Sportverein zum Nulltarif“

Die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung dürfte aus Sicht des HTB-Vorsitzenden Detlef Dräger durchaus noch enger sein.

Harpstedt - HARPSTEDT (boh) · Mehr kommunale Unterstützung und einen noch intensiveren Gedankenaustausch mit Rat und Verwaltung wünscht sich der Harpstedter Turnerbund (HTB).

Der Vorsitzende Detlef Dräger schlug in seinem Bericht, den er gestern Abend während der Jahreshauptversammlung im Saal des Gasthauses „Charisma“ vortrug, leicht kritische Zwischentöne an. So ließ er durchblicken, dass die kommunalen Zuständigkeiten dem Verein mitunter das Leben schwer machen. Dräger sah den HTB in einer „Zwitterposition“. Da müsse man bei Samtgemeinde und Flecken vorsprechen, um „selbstverständliche Unterstützung“ zu beantragen, häufig wegen Kleinigkeiten. „Oftmals“, so Dräger, „werden wir von Einem zum Nächsten geschickt“, und dann heiße es: „Der HTB will schon wieder Geld.“ Der Turnerbund aber wolle nichts anderes erreichen, als durch Kooperation mit der Kommune Gelder einzusparen, damit zur Verfügung stehende Mittel richtig investiert werden könnten.

Müsste der Flecken Harpstedt nicht mehr tun, um den HTB zu unterstützen? Diese Frage schwang in den Anmerkungen des Vorsitzenden zumindest unterschwellig mit. „Es gibt keinen Sportverein zum Nulltarif“, stellte Dräger klar und wies auf die vielfältigen Vereinsaufgaben hin, die finanziert werden wollen.

Gleichwohl verschloss er nicht die Augen vor angespannten Haushaltslagen. Hier gelte es, gemeinsam mit Politik und Verwaltung Lösungen zu finden. Am Beispiel des Dachausbaus am Umkleidegebäude auf dem Delmeschulsportplatz veranschaulichte der Vorsitzende, dass Kooperationen mit der Kommune zu beiderseitigem Nutzen sein können. Der Flecken habe 9 000 Euro, die Samtgemeinde rund 18 000 Euro zugeschossen (weitere Mittel hätten Landkreis und Kreissportbund gewährt). Die Wertsteigerung, die das Gebäude durch die Baumaßnahme, insbesondere durch die erheblichen Eigenleistungen, erfahre, liege indes bei „über 65000 Euro“. Niemand könne also behaupten, dass der HTB nur Geld koste.

Dräger hinterfragte, ob die Sportplätze in Harpstedt am Freibad und bei der Schule hinreichend sind, zumal dort neun Jugendteams der Spielgemeinschaft und vier Herrenmannschaften trainieren. Im Nachwuchsbereich sei man mittlerweile „auf die Plätze in Dünsen und Ippener angewiesen“, obwohl die meisten Spieler aus Harpstedt kämen. „Neugierig macht mich die Planung einer Beregnungsanlage für den Schulsportplatz“, fuhr Dräger fort. Kreissportbund und Landkreis hätten bereits ihr Okay für eine Bezuschussung gegeben... Der Vorsitzende betonte, ihm liege daran, den Kommunalpolitikern „den Stellenwert des HTB“ und dessen soziales Engagement näher zu bringen. Zuschüsse seien aber erforderlich „und sollten selbstverständlich sein“, denn nur damit sei es möglich, „soziale Dienste zu erbringen“ sowie vernünftige Sportstätten und ausgebildete Übungsleiter zu gewährleisten. „Sonst“, so Dräger, „wird der Sport unzumutbar.“ Im Rückblick auf 2009 sprach er von einem „absolut erfolgreichen“ HTB-Jahr. „Spiel, Sport, Integration, Gemeinsamkeit und Geselligkeit sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern das Ergebnis von ehrenamtlichem Engagement, den Stützpfeilern des Vereinslebens. Wir wollen den Sportverein nicht neu erfinden, aber Positives weiterentwickeln und bei negativen Dingen Verbesserungen erreichen“, schloss Dräger. Die Kreiszeitung kommt auf die Hauptversammlung zurück.

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