Ehrenamtliche statten noch bis zum 5. Februar für Faschingsfeiern aus

GGV-Kostümbörse: Zwischen Elefanten, Cowboys und Co.

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Elfriede Meyer packt für Matti, Finja und Lasse (v.l.) ihre ergatterten Faschingskostüme ein.

Ganderkesee - Von Lea Oetjen. Ob klassisch als Ritter oder Prinzessin, maritim im Kapitäns- und Matrosenanzug oder tierisch als Elefant, Affe oder Marienkäfer: Möglichkeiten, sich für die anstehenden Faschingsfeiern einzukleiden, auch paarweise, gibt es in der Kostümbörse der GGV (Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine) in Ganderkesee ganz viele.

Zufrieden guckt Hilmer Glander in den Spiegel. „Dann bin ich in diesem Jahr wohl Huckleberry Finn“, sagt er. In diesem Moment kommt seine Begleitung Claudia Hader hinter einer der unzähligen Kleiderstangen hervorgesprungen und fängt an zu trompeten. Die Delmenhorsterin steckt in einem Elefantkostüm und fühlt sich sichtlich wohl. „In den vergangenen Jahren haben wir meist selbst genäht“, erklärt sie. Für dieses Faschingsfest sei allerdings keine Zeit gewesen, schon drei bis vier Monate vorher mit der Planung zu beginnen. „Mein Elefantenkostüm kostet 18 Euro. Für so einen Preis könnte man nie im Leben selbst nähen. Die Kostümbörse hat uns ein wenig gerettet.“

Bereits zum elften Mal inspiriert die Börse zu Fasching die zahlreichen Besucher. „Seit den Herbstmonaten sind wir auf Raumsuche. In Ganderkesee. Die Räume die wir anmieten, müssen so groß sein, dass sich die Besucher nicht auf den Füßen stehen. Das ist nicht immer einfach“, erklärt Organisatorin Elfriede Meyer. 

Claudia Hader und Hilmer Glander sind stolz auf ihre diesjährigen Verkleidungen. Während Hader dieses Jahr als Elefant unterwegs ist, setzt Glander auf sein „Huckleberry Finn“-Kostüm. In den vergangenen Jahren haben die zwei sich ihre Kostüme selber genäht.

Die ehemalige Faschingsprinzessin Brigitte Ewald, die auch noch nach mehr als 30 Jahren für den Verein aktiv ist, stimmt Meyer zu. „Es ist jedes Jahr ein schönes Gefühl zu sehen, dass die ganze Arbeit auch etwas bringt“, schwärmt sie. 

Alle Altersgruppen seien an den Verkaufstagen vertreten. Mal sei es ein Rentner, der sich für den Seniorenfasching ein witziges Hütchen kaufen will, und mal seien es Gruppen, die gemeinsame Kostüme suchen. Trends gebe es seit mehreren Jahren nicht mehr. „Inzwischen wenden sich die Leute ab von den Standardkostümen. Nicht jedes Mädchen will mehr unbedingt als Prinzessin losziehen.“

Das bestätigt die neunjährige Finja aus Ganderkesee, die mit ihren Brüdern Matti und Lasse auch auf Kostümjagd war. „Ich gehe dieses Jahr als Früchtchen“, erklärt sie stolz. Ihre Brüder wollen beim Schulfasching als Clown und als Cowboy ein Hingucker sein.

Börse noch bis zum 5. Februar

Kostüme für den Schulfasching suchen Uta Stellermann und Anne Fangmann nicht. Die Frauen sind extra aus Oldenburg angereist. „Wir haben bisher nur Positives von der Börse hier gehört und wollten uns selber einmal davon überzeugen“, erzählt Stellermann. Genaue Vorstellungen oder ein Konzept habe man noch nicht. „Es muss was Besonderes sein. Wir feiern dieses Jahr in Damme. Da wollen wir auffallen“, scherzen die Frauen.

Faschingsfans können noch bis zum 5. Februar immer montags, freitags und sonnabends an der Rathausstraße 19 in Ganderkesee Kostüme erwerben. In der Woche öffnet die Börse je von 17 bis 19 Uhr, an den Sonnabenden von 11 bis 14 Uhr.

Nähere Informationen gibt es bei Elfriede Meyer unter Telefon 0151/12400385.

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