Gemeinde-Betriebsärztin Dr. Brigitte Körner in den Ruhestand verabschiedet / Pauka: „Nehmen Arbeitsschutz sehr ernst“

„Gesunde Mitarbeiter leisten mehr“

Bürgermeister Heino Pauka überreichte Dr. Brigitte Körner zum Abschied ein Präsent.

Neerstedt - „Mitarbeiter können an gesunden Arbeitsplätzen mehr leisten, sind zufriedener und auch motivierter“, lautete stets die Devise von Dr. Brigitte Körner, die seit 1991 für die betriebsärztliche Betreuung der Gemeinde Dötlingen zuständig ist. Gestern wurde die Wildeshauserin im Rahmen der Sitzung des Arbeitsschutzausschusses im Neerstedter Rathaus in den Ruhestand verabschiedet.

Körner, die neben Dötlingen auch die Gemeinden Harpstedt, Hatten, Großenkneten und Wardenburg sowie die Stadt Wildeshausen betreut, wird ihr Betriebsarzt-Amt zum Ende des Jahres aufgeben. „Und das bedauern wir sehr“, sagte Bürgermeister Heino Pauka. „Sie haben immer auf sehr charmante und unaufdringliche Art Ihre und die Interessen der Mitarbeiter vertreten.“

Körners Ziel sei es stets gewesen, die Voraussetzungen für gesunde Arbeit zu schaffen. Im Mittelpunkt stand dabei die ergonomische Gestaltung der Computerplätze im Rathaus – von der richtigen Beleuchtung bis zum passenden Stuhl. Aber auch die Kindergärten, den Bauhof und die Reinigungskräfte unterstützte die Fachärztin für Allgemein- und Arbeitsmedizin. „Das reichte von hautfreundlichen Handschuhen bis hin zum Hörschutz“, berichtet Körner, die auch die Vorsorgeuntersuchungen durchführte.

In Dötlingen sei sie immer auf offene Ohren gestoßen. „Sie haben mit Ihrer positiven Einstellung die Grundlage für Gesundheits- und Arbeitsschutz geschaffen“, sagte sie zu Heino Pauka. Ebenfalls dankte sie den Mitgliedern des Arbeitsschutzausschusses, „dafür, dass Sie das Bewusstsein für gesunde Arbeit weiter getragen haben“, so Körner. „Ohne Mitstreiter hätte ich nicht viel bewirken können.“ Nach und nach sei eine Vertrautheit entstanden, in der Offenheit Raum hatte. „Das war der i-Punkt meiner Arbeit“, sagte die Wildeshauserin, die sich noch gut daran erinnern konnte, wie sie vor knapp 20 Jahren nach Einführung gesetzlicher Vorgaben die Aufgabe übernahm. Damals sei man ihr auch mit Skepsis begegnet. „Viele haben sich gefragt, was ich nun will“, sagte sie. Die Antwort: gesunde Angestellte.

Dafür hat Körner die Arbeitsplätze auch im Neerstedter Rathaus genau unter die Lupe genommen. Ein entsprechendes Beispiel lieferte der Bürgermeister. „Ich habe einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1992 gefunden, in dem beschrieben wird, wie Sie sich das Büro des damaligen Gemeindedirektors Heiner Wendt vorgeknöpft haben“, sagte er mit einem Schmunzeln und gab ein paar Zeilen zum besten. Pauka versicherte, dass „wir den Arbeitsschutz in der Gemeinde sehr ernst nehmen“. Prävention sei wichtig. „Wenn Dr. Körner festgestellt hatte, dass etwas geändert werden muss, haben wir das deshalb auch gemacht. Da wurde nicht viel diskutiert“, sagte Pauka. Der Titel des angesprochenen Zeitungsartikels lautete damals „Optimale Arbeitsbedingungen im Rathaus“. „Und so soll es auch heute sein“, so Pauka.

Wer die Aufgaben von Dr. Brigitte Körner in Dötlingen, aber auch den anderen Gemeinden übernimmt, steht noch nicht fest. Der Arbeitskreis „Zentrale Verwaltung“ berät diesen Punkt während seiner nächsten Sitzung.

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