„Nimm deine Zukunft in die Hände“ / Hauptschüler werden für Bewerbungsgespräche fit gemacht

Gespräch mit Korken zwischen Zähnen

Eintauchen ins Berufeuniversum mittels Internet. Hier konnten die Schüler nach Herzenslust recherchieren.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Das Motto hätte wohl kaum besser gewählt sein können: Mit „Nimm deine Zukunft in die Hände“ wurden die Schüler der achten Klassen der Wildeshauser Hauptschule gestern praktisch aufs Berufsleben, vorrangig auf Bewerbungsgespräche und Telefonate, vorbereitet. Aufgeteilt in drei Module stand das eigene Ego dabei stets im Mittelpunkt.

Unter der Leitung von Christian Drittler, Sozialpädagoge der Hauptschule, Angelika Grönheim, Ausbildungspakt Handwerkskammer Oldenburg, Klassenlehrer Harald Küster sowie der Sozialpädagogen der Haupt- und Realschulen aus dem Landkreis tauchten die Jugendlichen tief in diese wichtige Thematik ein. „Den Schülern fällt es schwer, sich in Bewerbungsgesprächen zu behaupten und zu einem positiven Gesprächsverlauf beizutragen“, sagt Angelika Grönheim. Und genau dadurch würden die jungen Menschen wertvolle Wettbewerbsvorteile vergeben: „Sie müssen eben lernen, ihre Fähigkeiten, die für einen Betrieb als Entscheidungsgrundlage wichtig sind, dem Gesprächspartner überzeugend mitteilen zu können.“

In der Praxis sah das gestern so aus, dass zunächst die Rhetorik geschult wurde, jeder Jugendliche musste zeigen, dass er sich mit vernünftiger Aussprache und guter Wortwahl auch in der Gruppe, in der es vielleicht etwas lauter zugeht, behaupten kann. Und das, ohne seine Worte herauszuschreien. Die saubere Aussprache wurde dabei mit einem Korken zwischen den Zähnen geschult. Hier hatten die Jugendlichen die Aufgabe, sich mit ihren Nachbarn zu unterhalten. „Eine klare und deutliche Aussprache mit kräftiger Stimme ist von großer Wichtigkeit“, betont Angelika Grönheim.

Nächste Station war das Erkunden des „Berufeuniversums“ im Internet. Hier konnten sich die Schüler mit ihren Wunschberufen vertraut machen. Genau das führte oft zur schnellen Ernüchterung. „Wenn zum Beispiel eine Jugendliche Friseuse werden möchte, ist es natürlich oberste Priorität, dass sie gerne mit Menschen zusammen ist und auch gerne Konversation führt“, meint Angelika Grönheim. Wenn genau das aber nicht für sie zutreffe, dann sei sie in einem Friseursalon völlig fehl am Platze. Somit konnten die Schüler großen Nutzen aus den Informationen aus dem Internet ziehen. „Im April absolvieren die achten Klassen ihre ersten Berufspraktika, dabei können sie auch praktisch in die Berufe schnuppern. Berufswelt und Bewerbung ist ohnehin in den Klassen stets ein wichtiges Thema“, betont Christian Drittler.

Letztes Modul war die „Teamfähigkeit“. Hier hatten die Jugendliche die Kooperation mit anderen zu schulen. Dazu dienten kleine Rollenspiele mit Unterhaltungen.

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