Neujahrsempfang des HGV / Lenzschau mahnt weitere Baugrundstücke an

„Gemeinsame Richtung ist im Rat wieder vorhanden“

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Der Eintrag ins Gästebuch des HGV gehört dazu: Johannes Lenzschau, Carsten Harings, Torsten Koschnitzke, Kian Shahidi und Andreas Hauth vom Vorstand des Handels- und Gewerbevereins (von links). ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerMit einem Appell an die Entscheider in der Kreisstadt beendete der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Wildeshausen, Johannes Lenzschau, gestern Abend seine Rede zum Neujahrsempfang des HGV: „Wildeshausen ist 2014 ein Stückchen weiter als 2013. Es ist vieles in der Pipeline. Dieser Weg muss nun positiv begleitet werden. Ideen, Energie und auch die Köpfe sind da. Wenn wir es jetzt nicht angehen, wann dann ?“

140 Gäste konnte der Vorsitzende begrüßen – darunter Bürgermeiser Kian Shahidi und den ersten Kreisrat Carsten Harings, der für den erkrankten Landrat Frank Eger gekommen war. „Das ist heute Besucherrekord. ,Quo vadis, Wildeshausen ?‘ war wohl das richtige Thema“, sagte Lenzschau. Lange habe er sich Gedanken gemacht, wie er die Gäste auf den Abend einstimmen könnte. Schließlich solle ein Neujahrsempfang Rückblick halten und nach vorne schauen: „Wir sind Gastgeber im feierlichen Rahmen. Wir sollten höflich sein gegenüber den Gästen. Gleichwohl gefällt uns einiges nicht, was 2013 passiert ist“, sagte Lenzschau. Und es sei viel passiert – Positives wie Negatives.

Bedauerlich seien das Projekt Pagenmarsch sowie das Abwandern weiterer Betriebe: „Auch hatten wir keine oder nur wenige Alternativen für expansionswillige Unternehmen. Dazu kam das ewige Hickhack um die Innenstadt-Ausgleichsabgabe ohne alternatives Konzept.“ Das seien Dinge, die einen Wirtschaftsverein frustrierten.

Als „nicht zu verachtenden Lichtblick“ bezeichnete Lenzschau das Wiederfinden einer gemeinsamen politischen Linie der Ratsfraktionen: „Man muss nicht überall einer Meinung sein, gleichwohl ist die große gemeinsame Richtung wieder vorhanden.“ Nun bleibe zu hoffen dass die Verwaltung diese Dynamik aufgreife: „Allerdings müssen wir es mit der Dynamik auch nicht übertreiben. Die Sehnsucht nach einem Innenstadt-Beamten der den ruhenden Verkehr ,steuert‘, ist dann doch etwas unverständlich.“

Während Lenzschau die Bereitstellung des neuen Baugebietes und die Veräußerung von fast 70 Grundstücken an nur einem Tag besonders lobte, mahnte er an, dass diese Maßnahme auch in Bezug auf Mehrfamilienhäuser in diesem Jahr fortgesetzt werden müsse: „Das Gleiche gilt für die Ausweisung von Gewerbegebieten und die Entwicklung des Industriegebietes.“

Kian Shahidi machte deutlich, dass der HGV stets für Politik und Verwaltung ein wichtiger Partner im Hinblick auf die Entwicklung der Stadt gewesen sei: „Sie wissen, dass ich ein großer Verfechter von Transparenz und Bürgerbeteiligung bin. Daher mischen Sie sich auch weiterhin in die öffentliche politische Diskussion ein.“ Außerdem solle sich der HGV dafür einsetzen, dass die Innenstadt von Sonnabendnachmittag bis Montagmorgen für den Verkehr gesperrt wird: „Die City würde besonders von Frühjahr bis Sommer aufblühen, Erholung sowie eine entspannte Atmosphäre bieten.“

Carsten Harings überbrachte die Grüße von Kreistag und -verwaltung. Allerdings betonte er, dass sich die Frage des Abends, „Quo vadis ?“, in der vergangenen Woche auch an anderen Stellen gestellt habe: „Ich bin als Vertreter des Landrats gerne hier, aber mit ist auch klar, dass ich die Geschehnisse und Ereignisse rund um Frank Eger nicht totschweigen darf und kann.“ Allerdings verbiete sich eine Kommentierung oder gar Bewertung: „Was mich aber stört ist die Art und Weise, wie mit dem Menschen Eger umgegangen wurde. Hier geht es nicht um den Landrat, sondern einzig und allein um den Menschen Frank Eger.“

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