Schulgründer Wolfgang Rixen erleichtert / Parlamentarier Bley und Klare überbrachten „frohe Kunde“

Geld für Spascher IGS steht bereit

Die CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Klare und Karl-Heinz Bley erläuterten Renate und Wolfgang Rixen Details (von links) zum Förderbescheid für die „Integrierte Gesamtschule“ in Spasche.

Wildeshausen - (ck) · In den nächsten Tagen bekommt Wolfgang Rixen Post aus Hannover – und darauf hat er lange gewartet. Schon gestern Nachmittag erfuhr der Gründer der Privatschule Gut Spascher Sand vor den Toren Wildeshausens jedoch Näheres zum Schreiben des Kultusministeriums: „Aufgrund der Haushaltsbeschlüsse kommt in den nächsten Tagen der Förderbescheid“, berichtete der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley. Mit maximal 300 000 Euro als Beihilfe zum Betrieb der „Integrierten Gesamtschule“ (IGS) könnte Rixen für dieses Jahr planen – bis zu 124 249 Euro rückwirkend ab Januar bis Ende Juli auf Grundlage der hier unterrichteten 57 Schüler. Die weitere Summe ergibt sich aus den Anmeldezahlen fürs kommende Schuljahr.

Doch schon jetzt verzeichnen Rixen und seine Frau Renate eine steigende NachFrage für die dann in drei Jahrgängen arbeitende IGS. Im Sommer 2008 war das Angebot der Sekundarstufe I zunächst als Gymnasium an den Start gegangen – aber schon mit dem Ziel, es in eine Gesamtschule übergehen zu lassen.

Die jetzige Zusage bezeichnete Bley als das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen – und blickte dabei gestern auch zum schulpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare aus Diepholz. Der wiederum erinnerte daran, dass vor dieser Genehmigung auch Landrat Frank Eger sein Okay geben musste: „Eine private Gesamtschule hätte die öffentlichen Angebote im Schulentwicklungsplan des Landkreises nicht gefährden dürfen.“ Doch dieses Angebot in Spasche sei mehr als nur eine Ergänzung der staatlichen Bildungspalette: „Es ist ein Juwel.“

Rixen wiederum dankte den beiden anwesenden Unionspolitikern, aber auch in Abwesenheit dem FDP-Landtagsfraktionsvorsitzenden Christian Dürr „von ganzem Herzen“ für die Bemühungen: „Denn auch wir bekommen die schwere Zeit zu spüren. Die aktuelle Wirtschaftslage ging auch an unserem Unternehmen nicht spurlos vorüber. Die jetzige Zusage, mit der das Land die noch junge Schule laut Klare automatisch in das Finanzhilfen-Programm für die kommenden Jahre aufnimmt, gebe den Eltern Planungssicherheit.

Bley berichtete aus Hannover, „dass den Ort Spasche spätestens seit den Haushaltsplanberatungen jeder von uns kennt. Und wir als örtliche Abgeordnete waren davon überzeugt, dass das, was hier bereits entstanden ist, nicht kaputt gehen darf.“

Als glückliche Fügung sah es Klare da an, dass Ministerpräsident Christian Wulff seinerzeit wieder grünes Licht zur Entwicklung neuer Gesamtschulen gab: „Und weil wir dies den staatlichen Schulen ermöglichten, durften private Initiatoren davon nicht ausgeschlossen werden.“ Sie hätten es aber auf dem Weg zur Genehmigung durch Landesschulbehörde und Kultusministerium leichter. Eine öffentliche IGS müsse zum Beispiel mindestens genug Schüler für fünf Klassen pro Jahrgang nachweisen, eine private unterliege solchen Mindestanforderungen nicht.

Dass diese Förderung kein Geschenk des Landes darstellte, erläuterte Bley anhand einer einfachen Rechnung: „Private Schulen kosten uns und damit den Steuerzahler nur ein Drittel von vergleichbaren staatlichen Angeboten.“

Den Grund dafür lieferte Rixen nach: Einen erheblichen Teil bringen die Eltern durch ihr Schulgeld auf. Und der aus Solingen stammende Unternehmer natürlich auch: Momentan laufen die Arbeiten am ehemaligen „Gebäude 41“ auf dem einstigen Bundeswehrstandort. Dort soll dann der Sekundarbereich II entstehen. Bei all diesen Investitionen „geht es uns nicht um Anerkennung aus der Bevölkerung, sondern um das Wohl der Kinder“, stellte Renate Rixen heraus. Hier fänden sie ein Lernprogramm vor, das sie individueller fördern und zu mehr Lebensfähigkeit erziehen könne als manch staatliche Stundenpläne. Und sie dürfte es wissen – nicht nur aus ihrer Erfahrung als Mutter, sondern auch aus ihrer einstigen Arbeit als Grundschullehrerin.

Dass dieses Umfeld zum ganzheitlicheren Lernen Geld kostet, liegt für Wolfgang Rixen weiter auf der Hand. „Manchmal halte ich mich diesbezüglich selbst für ein wenig verrückt“, räumt der Initiator ein. Doch Klare tröstete ihn: „Das macht überhaupt nichts.“

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