Korvette „Oldenburg“ nimmt Dienst auf

Mit gehissten Flaggen in See gestochen

Oldenburg - OLDENBURG · Die Korvette „Oldenburg“ hat am vergangenen Montag im Marinestützpunkt Rostock-Warnemünde ihren Dienst aufgenommen, teilte die Stadt Oldenburg mit. In einer feierlichen Zeremonie wurde an Bord die Bundesdienstflagge der Seestreitkräfte gehisst und das Boot damit in die Liste der Kriegsschiffe aufgenommen.

Die Indienststellungsrede hielt Thomas Kossendey, Parlamentarischer Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Verteidigung.

Schiff ist bereits

seit 2007 getauft

Musikalisch begleitete das Marinemusikkorps Ostsee die Zeremonie. Unter den rund 350 geladenen Gästen waren auch der Oldenburger Oberbürgermeister Gerd Schwandner und Oldenburgs Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Bereits im Juni 2007 war die Korvette auf den Namen „Oldenburg“ getauft worden Bemüht hatte sich die Stadt bereits seit Anfang der 1970er Jahre, die Namenspatenschaft für ein Schiff der Bundesmarine übernehmen zu können. Immerhin war Oldenburg einst zweitgrößte Garnisonsstadt Deutschlands. „Diese enge Verbindung unserer Stadt zur Bundeswehr wird durch unser Patenschiff deutlich. Mit der Namensgebung ‚Oldenburg‘ können wir den Seestreitkräften unsere Unterstützung zeigen“, sagte Schwandner. „Ich freue mich, dass nach über 90 Jahren nun wieder ein Marineschiff mit dem Namen ‚Oldenburg‘ auf den Meeren unterwegs ist.“

Drei Schiffe der Reichsmarine hatten in der Vergangenheit bisher diesen Namen getragen: das Panzerschiff „Oldenburg“, das 1884 vom Stapel ging und 1918 außer Dienst gestellt wurde; das Handels-U-Boot „Oldenburg“, das 1917 vom Stapel gelassen wurde und im letzten Kriegsjahr 1918 sank, und last but not least das Linienschiff „Oldenburg“ mit Stapellauf 1910, das 1920 an Japan ausgeliefert wurde.

Nachdem es von der Schiffstaufe bis zur Indienststellung aufgrund verschiedener Reparaturen einige Jahre gedauert hat, ist die Korvette „Oldenburg“ nun das dritte von fünf Schiffen des Bautyps Korvettenklasse K130, das seinen Dienst in offenen Fahrgewässern aufnimmt. Die „Magdeburg“ und die „Braunschweig“ wurden bereits in Dienst gestellt. Im Februar und März folgen die letzten beiden K 130-Schiffe. Alle fünf K 130-Korvetten haben als Heimathafen Warnemünde.

Laut Hilko Klöver, Korvettenkapitän und Kommandant der „Oldenburg“, werde sich seine Korvette mit der 58-köpfigen Besatzung im Februar am Einsatz- und Ausbildungsverband der Marine beteiligen.

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