Gerda und Johann Nordbrock feiern heute ihre Diamanthochzeit

Gefunkt hat‘s 1951 auf dem Dötlinger Schützenball

Seit 60 Jahren ein Ehepaar: Gerda und Johann („Hans“) Nordbrock. ·
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Seit 60 Jahren ein Ehepaar: Gerda und Johann („Hans“) Nordbrock. ·

Doetlingen - Von Harald Kellmann · Gefunkt hat es 1951 auf dem Schützenball in Dötlingen. „He stun achtern Pieler und kiekte jümmers to us Deerns röber, bevor he mi upfordert hätt“, erinnert sich Gerda Nordbrock (86), geborene Brockshus, daran, wie sie ihrem Johann näher kam, mit dem sie heute auf den Tag genau 60 Jahre verheiratet ist.

Bei Johann Nordbrock, besser bekannt als „Hans“, und seiner Herzdame dauerte es vom Kennenlernen bis zum Gang vor den Traualtar in der Dötlinger St. Firminuskirche nicht sehr lang. Und an Entschlusskraft mangelte es beiden wahrlich nicht. Am 30. August 1952 nahm Pastor Karl Heisemeier dem Paar das Ja-Wort fürs Leben ab. „Wo ist bloß die Zeit geblieben?“, fragen sich die Eheleute, während sie ein-ander in die Augen schauen. Am heutigen Ehrentag werden sie das mittlerweile selten gewordene Fest der diamantenen Hochzeit begehen. Beide sind gebürtige Dötlinger und lebendige Beispiele für Bodenständigkeit. Es gab für sie aber auch keinen Grund, die Heimatgemeinde zu verlassen:

Im Ruhestand

häufiger auf Reisen

Johann Nordbrock lernte hier Schmied, und seine Angetraute durchlief im elterlichen Betrieb eine Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin. Im Zweiten Weltkrieg hatte Hans Nordbrock den gesamten Ostfeldzug miterleben und durchleiden müssen. 1949 kehrte als Spätheimkehrer aus der Gefangenschaft zurück und fasste sofort wieder Fuß in seinem Beruf. Er legte dann seine Meisterprüfung ab und machte sich als (Huf-) Schmied und Landmaschinenmechaniker selbstständig.

Noch bevor er und seine Gerda sich 1951 richtig kennenlernten, hatte er den Brotwagen der Bäckerei Brockshus gefahren. Im Gespräch mit der Wildeshauser Zeitung verriet der Ehejubilar, dass er schon damals ein Auge auf seine Herzdame geworfen habe, die später zwei Kindern, einem Jungen und einem Mädchen, das Leben schenkte. Inzwischen sind weitere Generationen hinzugekommen: Die Eheleute sind heute auch Großeltern von fünf Enkeln und Urgroßeltern von vier Urenkeln. Ihr Bestreben war es, den Betrieb in eine Landmaschinen- und Autowerkstatt zu erweitern. Die Firma wird im Sinne der Eltern von Sohnemann Hans-Hermann und Schwiegertochter Ria geführt und weiterentwickelt. Auch die dritte Generation ist schon voll integriert. Nach dem Eintritt in den Ruhestand packte Johann Nordbrock und seine Frau die Reiselust, und ihnen blieb nun auch die Zeit, auf Reisen zu gehen. Sie lernten viele schöne Ecken in Deutschland kennen – mit kleinen Abstechern ins benachbarte Ausland

Eine kleine Feier anlässlich der Diamanthochzeit ist im engsten Familienkreis von den Kindern organisiert worden, die ihre Eltern abholen und sie an die alte Wirkungsstätte am Stedinger Weg in Brettorf führen.

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