Gasaustritt in Kirchseelte: Arbeiter bricht in Baugrube zusammen

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Gasalarm in Kirchseelte: Beim Ausheben einer Baugrube ist heute vermutlich eine Gasleitung beschädigt worden.

Kirchseelte (hh/boh) - Beim Herstellen einer Baugrube ist heute an einem vor dem Abriss stehenden Haus an der Straße „Im Winkel“ in Kirchseelte um kurz nach 10 Uhr Erdgas in größerer Menge aus einer Leitung ausgetreten.

Ein Beschäftigter (32) einer Huder Tiefbaufirma brach daraufhin bewusstlos zusammen. Sein Kollege (33) und ein Nachbar (80) zogen ihn beherzt aus der Grube und retteten ihm so das Leben.

Die Helfer klagten anschließend selbst über Übelkeit. Auch sie hatten Gas eingeatmet. Der Rettungsdienst brachte alle drei – zum Glück nur leicht – verletzten Männer ins Krankenhaus. Die Bewohner der umliegenden Wohnhäuser wurden vorsorglich evakuiert.

Ob der 32-Jährige die Gasleitung beim Ausschachten mit einer Schaufel beschädigt hatte, muss noch geklärt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Der Hausanschluss sollte stillgelegt werden. Rund 40 über Funkmeldeempfänger und Sirenen alarmierte Kräfte der Feuerwehren Groß Ippener, Harpstedt sowie Kirch- und Klosterseelte eilten zur Unfallstelle.

Alle verfügbaren Atemschutzgerätträger mussten sich mit Atemschutz ausrüsten. Die Mehrzahl der Trupps blieb aber nur in Bereitschaft, während zwei von ihnen die Nachbarschaft informierten und die Anlieger aufforderten, ihre Häuser zu verlassen.

Unterdessen nahmen Mitarbeiter der EWE mit Gasspürgeräten Messungen vor. Sogar in einigen Nachbargebäuden, darunter eine Gare, sie explosionsfähige Gaskonzentrationen fest. Mit Hilfe der Feuerlöschkreiselpumpe des Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Kirch- und Klosterseelte setzten Einsatzkräfte einen zwischenzeitlich bei der FTZ angeforderten und herbei geschafften – wasserbetriebenen – Überdrucklüfter in Gang, der das Gas ins Freie blies. Polizei und Feuerwehr sicherten den Einsatzbereich großräumig ab.

Während die Harpstedter Brandschützer nach kurzer Zeit wieder abrückten, mussten die Feuerwehrleute aus Ippener und Kirchseelte bis etwa 12.15 Uhr vor Ort bleiben. Kriminalbeamte nahmen die Ermittlungen auf, konnten die Baugrube aber anfangs nicht betreten, weil trotz Abschiebung der Leitung immer noch Gas austrat.

Nach Angaben eines EWE-Mitarbeiters ein normaler Vorgang: Es dauere eine Zeit, bis sich der Druck entspannt habe. Kirchseeltes Bürgermeister Walter Raem informierte sich vor Ort über das Unglück.

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