Fernsehteam hat auch auf Anlage mit essbaren Pflanzen in Barjenbruch gedreht

„Garten ohne Gärtner“

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Das Ergebnis der Dreharbeiten bei Frits Deemter (r.) und seiner Frau Heike wird am Dienstag im NDR-Fernsehen ausgestrahlt.

Barjenbruch - Von Jürgen Bohlken. Den Traum von einem Garten aus essbaren Pflanzen, der sich ohne die ständige Jagd auf Giersch mit einem maßvollen gärtnerischen Aufwand hegen und pflegen lässt, haben sich Heike und Frits Deemter in Barjenbruch erfüllt.

Permakultur-Designer Volker Kranz stand ihnen dabei mit Ideen und Rat zur Seite. Das besondere Konzept rief ein Fernsehteam gleich zweimal auf den Plan – im Spätsommer 2012 und im vergangenen Frühjahr. Jetzt ist der Beitrag für die Reihe „NaturNah“ fertig und sendereif.

Das Ergebnis können sich Natur- und Gartenfreunde am Dienstag, 3. September, 18.15 Uhr, oder tags darauf in der um 13 Uhr beginnenden Wiederholung im NDR-Fernsehen anschauen.

„NaturNah“ widmet sich norddeutschen Landschaften und Lebensräumen. Kamerateams nehmen sich Zeit, um die „Natur vor der Haustür“ in ihrer Vielfalt abzubilden; Tierfilmer fangen im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) seltene Szenen aus der heimischen Fauna ein. Die Reihe „NaturNah“ dokumentiert auch Veränderungen im Jahreszyklus, begleitet Forschungsprojekte sowie Naturschutzmaßnahmen und würdigt ehrenamtliches Engagement.

Zum Thema und Titel „Garten ohne Gärtner“ wollte ein Kamerateam ursprünglich vier Projekte filmen. „Eins ist gestrichen worden. Unserem Garten soll, wie ich gehört habe, in der kommenden 30-minütigen Folge wohl der längste Beitrag gewidmet sein“, verriet Frits Deemter auf Nachfrage der Kreiszeitung. Der gewählte Titel lässt schon erahnen, worauf die Fernsehleute den Schwerpunkt gelegt haben. Sie zeigen anhand von Beispielen wie der Vision von Volker Kranz und der Anlage in Barjenbruch auf, wie sich eine essbare Landschaft mit vergleichsweise wenig Pflegearbeit realisieren lässt, die in ihren natürlichen Grenzen bleibt und gedeiht.

„Schon vor 17 Jahren“, so schreibt der NDR in einer Pressemitteilung, habe Volker Kranz „mit seinem holländischen Freund Frits Deemter“ im Harpstedter Raum „einen essbaren Wald aufgebaut“, die „größte Sammlung essbarer Gehölze in ganz Deutschland“. Dort hätten sie eine weitere Idee der Permakultur umgesetzt, den „Hühnertraktor“. „Die beiden nutzten nicht nur die Eier und später das Fleisch der Hühner, sondern auch ihre Arbeitskraft. Dort, wo die Hühner bereits den Boden gesäubert hatten, konnten Gemüsesorten ihr Wachstum beginnen. Mit jedem Projekt kommt Kranz seiner Vision von einem Garten näher, der seine natürlichen Kräfte nutzt, der keine schweren Maschinen und keinen chemischen Dünger braucht“, erläutert der NDR.

Unterdessen verzeichnen Heike und Frits Deemter zu ihrer großen Freude zunehmende Besuche ihres „Essbaren Gartens“ von Schulklassen, wobei sich Grundschüler als besonders begeisterungsfähig erweisen.

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