Vertreterversammlung des OFV

Garant für Schutz der Bevölkerung

Geehrt und wiedergewählt wurden während der Vertreterversammlung des OFV Peter Sparkuhl, Gerold Bakenhus, Gerd Junker, Hans Graulich, Manfred Hübner und Herbert Zerhusen (v.r.).

Oldenburg - ELSFLETH / OLDENBURG LAND (eb) · Am Feuerwehr-Himmel ziehen dunkle Wolken auf – die Zahl der zur Verfügung stehenden Ehrenamtlichen werde sich in Zukunft durch den demografischen Wandel nahezu halbieren. Das prognostizierte Hans Graulich, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, am Sonnabend während der Vertreterversammlung des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes (OFV) in der Elsflether Stadthalle. Noch aber, so bewiesen die Zahlen, sind die Feuerwehrleute Garant für den Schutz der Bevölkerung.

Einstimmig bestätigt wurde Gerd Junker aus Bockhorn als Vorsitzender des OFV. Der Regierungsbrandmeister führt damit auch in den kommenden vier Jahren den Verband. Ebenfalls einstimmig wurde Vechtas Kreisbrandmeister Herbert Zerhusen (Lohne) als sein Stellvertreter bestätigt.

Während der Versammlung stellte Junker den Jahresbericht 2009 des OFV vor: Demnach gehören dem Verband in den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch sowie in den Städten Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven 9118 aktive Feuerwehrleute an. Hinzu kommen noch 2037 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren. Im vergangenen Jahr wurden die Freiwilligen, Berufs- und Werksfeuerwehren im OFV zu 510 Entstehungsbränden, 915 Kleinbränden, 438 Mittelbränden, 212 Großbränden, 1288 Fehlalarmen und 5629 Technischen Hilfeleistungen gerufen.

Um dieser großen Anzahl an Einsätzen und der großen Bandbreite der Aufgaben gerecht zu werden, mussten die Wehren regelmäßig üben und sich weiterbilden. Nur dank des großen Schwerpunktes der Ausbildung in der Feuerwehr konnten die Einsätze im vergangenen Jahr qualitativ auf hohem Niveau geleistet werden, führte Junker aus. Er dankte daher allen Feuerwehrmitgliedern für ihren Einsatz und ganz besonders den Mitgliedern der Fachbereiche des OFV und der Ausbildungssparten für ihre Arbeit.

Diesem Dank schloss sich auch der stellvertretende Landrat des Landkreises Wesermarsch, Dieter Kohlmann, an. Es brauche gerade bei der immer größer werdenden Einsatzvielfalt jede einzelne Ortsfeuerwehr und jedes Mitglied. Die Politik müsse dafür sorgen, dass zum Schutz der Bevölkerung die Feuerwehren mit den notwendigen Geräten und Fahrzeugen ausgestattet würden.

Dass die Menschen heute mehr denn je Freunde in der Not bräuchten, sagte Landesfeuerwehrverband-Präsident Graulich. Diese Freunde seien die Feuerwehren, denn bei Not oder Gefahr seien sie die Garanten zum Schutz der Bevölkerung. Doch angesichts des demografischen Wandels und der zurückgehenden Zahl an Ehrenamtlichen müsse das Feuerwehrsystem zukunftsfest gemacht werden, damit auch in den kommenden Jahren noch genügend Helfer zur Verfügung stünden. Denn „in diesem Becken fischen nicht nur die Feuerwehren – da halten auch andere ihre Angel rein“, so der Präsident.

Zudem müssten die EU-Verordnungen und -Gesetze eingedämmt werden, forderte Graulich. So hätten allein die Umsetzung der EU-Verordnungen für Einsatzhelme, Sicherheitsgurte, Führerscheine und Atemschutz die Niedersächsischen Kommunen 30 Millionen Euro gekostet. Diese Anschaffungen seien aber nie eine Forderung der Feuerwehren gewesen.

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