Ob Startschuss nach Beginn der Sommerferien fallen kann, ist gleichwohl offen / Für Vorbereitung verbliebe wenig Zeit

Ganztagsschule in Harpstedt genehmigt

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken· Das niedersächsische Kultusministerium hat die Einführung eines Ganztagsschulangebotes an der Haupt- und Realschule Harpstedt genehmigt. Das teilte gestern der CDU-Landtagsabgeordnete Ansgar Focke der Presse mit. Ob der Startschuss schon nach den Sommerferien fällt, ist gleichwohl offen. Für die Vorbereitungen verbliebe womöglich zu wenig Zeit.

Rektor Wolfgang Bleyer schließt nicht aus, dass der Ganztagsschulbetrieb mit einem halben Jahr Verzögerung, zum 1. Februar, aufgenommen wird. Zunächst betrifft dies ohnehin nur die künftigen fünften und sechsten Klassen. Nach und nach aber soll das Angebot auf alle weiteren Jahrgangsstufen erweitert werden.

Bleyer freute sich, dass Harpstedt als eine von 271 jetzt genehmigten Ganztagsschulen starten kann. Dass der Kultusminister so spät entschieden hat, ärgert ihn indes: „Unser Antrag lag schon im November oder Dezember auf dem Tisch.“ Bleyer hält nichts davon, die nun nötigen Weichenstellungen „mit heißer Nadel zu stricken“. Schule müsse sich „sorgfältig und behutsam entwickeln“. Am Dienstag will der Rektor mit dem Kollegium in einer Dienstbesprechung Vorstellungen entwickeln, wie die Ganztagsschule (mit Mittagessen) ausgestaltet werden könnte und ob sie doch noch zum Beginn des neuen Schuljahres hinzubekommen wäre. „Das würde verdammt knapp werden. Es ist einfach ärgerlich, dass man uns so wenig Zeit lässt. Zwar haben wir Angebote von Externen im künstlerisch-musischen Bereich sowie für Hausaufgabenhilfe. Aber wir mussten die Entscheidung des Ministeriums natürlich abwarten, bevor wir weitere Schritte einleiten und konkrete Verträge abschließen können“, so der Rektor. Dass die Haupt- und Realschule an drei oder vier Nachmittagen zusätzlich Angebote einrichten kann, bewertet er gleichwohl als „wichtige Weichenstellung“ für den Schulstandort Harpstedt: „Wir machen einen Qualitätssprung. Wir geben den Schülern mehr Zeit. Dadurch wird auch perspektivisches Arbeiten erleichtert.“

Das Kultusministerium hat den neu genehmigten Ganztagsschulen eine Grundausstattung zugesagt. Diese kann in Form von Lehrerstunden in Anspruch genommen werden – oder in „kapitalisierter“ Form. Bleyer hat errechnet, dass der Haupt- und Realschule Harpstedt 15 zusätzliche Stunden zustünden. Entschiede sie sich für die „monetäre“ Variante, so könnte sie mit dem Geld etwa Kooperationen mit „Externen“ – dazu zählen auch Sportvereine oder soziale Einrichtungen – finanzieren. „Partner“, die das Nachmittagsangebot mit Leben füllen, werden noch gesucht: Wer etwa ein Instrument beherrscht und sein Wissen an Schüler weitergeben oder wer sich beispielsweise in der Hausaufgabenhilfe einbringen will, dem empfiehlt Bleyer, Kontakt mit der Schule aufzunehmen.

Auch mit der Samtgemeinde als Schulträgerin sind nun Abstimmungsgespräche vonnöten – ein erstes soll es laut Bleyer bereits in der kommenden Woche geben.

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