Landkreis Oldenburg zahlt Zuschuss

Zu zweit mit dem Lastenfahrrad unterwegs

Ein Frau fährt ein Lastenfaherad, vor ihr sitz eine zweite Frau in der Transportbox.
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Tochter und Mutter: Arnke Schneider-Demnitz ist mit ihrer Mutter Heinke Demnitz unterwegs.

Landkreis/Ganderkesee – Lastenfahrräder haben es in die aktuelle politische Diskussion und sogar in den Bundeswahlkampf geschafft. Nicht selten wird diesen ungewöhnlichen Transportmitteln dabei mit Skepsis begegnet und insbesondere die Möglichkeit einer staatlichen Förderung belächelt. Im Landkreis Oldenburg ist das Thema weder Fiktion noch Spielerei, hatte die Kreisverwaltung Einwohnern – Privatleuten wie Firmen – doch bereits angeboten, sich an den Kosten einer Anschaffung zu beteiligen.

Das sei allerdings erst einmal ein Test gewesen, berichtet Kevin Haupt vom Klimaschutzteam des Landkreises auf Anfrage unserer Zeitung. Während der dreimonatigen Phase – vom 1. Januar bis zum 31. März dieses Jahres (wir berichteten) – seien 16 Anträge gestellt worden, zwölf davon seien durch den Landkreis mit jeweils maximal 500 Euro gefördert und vier abgelehnt worden. Für diesen eher knapp bemessenen Zeitraum sei das Interesse „ganz ordentlich“, zeigt er sich zufrieden. Und es hätten auch mehr seien können, doch hatten einige Firmen den Antrag zu spät gestellt und konnten daher nicht mehr in den Genuss einer Förderung kommen. Einige der Räder seien allerdings noch nicht ausgeliefert worden, da in der Fahrradbranche zurzeit auch in dieser Sparte Lieferengpässe bestünden.

Mit dem Probeversuch sollte ermittelt werden „wie, wer und ob das Angebot angenommen wird“, so Haupt. Zuvor sei die Lastenfahrradförderung mit dem Klimaschutzbeirat des Landkreises Oldenburg abgestimmt worden.Das Land Niedersachsen wolle zum Ende der Sommerpause eigene Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Verbreitung der Räder präsentieren. Die Veröffentlichung der Förderrichtlinien werde nun erst mal vonseiten des Kreises abgewartet, so Haupt. „Auf Basis der Förderrichtlinien des Landes wird entschieden, ob und wie eine weitere Förderperiode ab 2022 im Landkreis Oldenburg umsetzbar ist.“

Eine der Interessentinnen für das Förderprogramm des Kreises war Arnke Schneider-Demnitz aus Ganderkesee. Für sie sei neben dem namengebenden Lastentransport auch die Möglichkeit des Personentransports maßgeblich: Denn ihr Exemplar verfügt über zwei Sitzbänke und sei für vier Personen zugelassen, berichtet sie: „Ich habe mir das Rad gekauft, um meine Mutter durch die Gegend zu fahren.“ Die Ganderkeseerin zeigt sich überzeugt: „Das klappt super.“

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Durch seine drei Räder fahre sich das Lastenrad gut – auch wenn es natürlich etwas größer sei. Ihre Nachbarn hätten erst ein wenig belustigt reagiert, fänden das ungewöhnliche Vehikel inzwischen aber gut. Sicherlich müsse man sich erst einmal an das andere Fahrgefühl gewöhnen. Doch sei das Lastenrad sicher: „Umkippen kann es nicht.“ Ihr Urteil: „Das ist ein wirklich tolles Fahrrad.“ Und nicht zuletzt leiste es einen Beitrag zum Umweltschutz, da Fahrten mit dem Auto entfielen, so Schneider-Demnitz weiter.

Und natürlich eigne es sich aufgrund der großen Box nicht nur für den Personentransport, sondern ebenso für allerlei Einkäufe oder eine Ausfahrt mit Hund „Einstein“. Interessenten gibt sie zu bedenken, dass die großen und kostspieligen Fahrräder natürlich eine entsprechende Stellfläche benötigen. Darüber hinaus gebe es sehr viele Varianten, unter anderem mit Elektro-Antrieb.

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