„Grüne Hausnummer“

Viele Vorbilder in Sachen Klimaschutz

Ein Gruppe von Männern, Frauen und Kindern mit Urkunden.
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Einsatz für den Klimaschutz: harmonische Verleihung der „Grünen Hausnummer“ für die Jahre 2020 und 2021 in Stenum.

Stenum/Landkreis – Insgesamt 31 Gebäude im Landkreis Oldenburg verfügen seit Montagabend über eine neue, eine „grüne“ Hausnummer: Dazu gehören Neubauten und sanierte alte und ältere Häuser, aber auch gewerblich genutzte Immobilien. So unterschiedlich die Gebäude auch sind, für die die Bauherren ausgezeichnet worden sind, ist ihnen doch allen eines gemeinsam:

Nach dem Umbau sind sie wesentlich energieeffizienter als zuvor, beziehungsweise vergleichbare andere neue Häuser – und damit entsprechend klimafreundlicher. Dafür erhielten sie vom Landkreis Oldenburg und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen die Auszeichnung „Grüne Hausnummer“. Landrat Carsten Harings überreichte die Anerkennungen während einer Feierstunde im Hotel Backenköhler in Stenum. 23 Hausnummern gehen auf das Jahr 2020 zurück (die feierliche Verleihung war aufgrund der Pandemie ausgefallen), acht Preisträger hatten sich im laufenden Jahr um die Auszeichnung beworben.

„Der Klimawandel ist wirklich da, er liegt bei uns vor der Haustür“, sagte Harings zur Eröffnung und verwies auf die Flutkatastrophe im Ahrtal. Deswegen sei Klimaschutz wichtiger denn je. Und, wie sich herausgestellt habe, entfalteten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei Häusern eine besonders große Wirkung. Deswegen freue er sich, Hausbesitzer auszeichnen zu dürfen, „die sich im besonderen Maße ins Zeug gelegt haben“, unterstrich der Landrat. Mit der „Grünen Hausnummer“ honorierten Landkreis und Klimaschutzagentur den vorbildhaften Einsatz zur Erreichung dieses Ziels, so der Kreishauschef. Die verliehene Plakette soll dies für die Öffentlichkeit sichtbar machen. „Sie sind Vorbilder für ihre Nachbarn und ihre Gemeinde“, lobte er das Engagement. Er hoffe, dass dies viele Nachahmer finden werde.

Mit viel Aufwand verbunden

Dem Lob schloss sich Gerhard Krenz von der Niedersächsischen Klimaschutzagentur an. Eine Studie der Bundesregierung peile an, dass der Durchschnitt aller Häuser bis zum Jahr 2050 dem KfW-Standard 55 (nur 55 Prozent der Energie eines herkömmlichen Neubaus) entspreche. „Das ist eine verdammt dicke Geschichte“, bewertete der Experte das angestrebte Ziel, „Sie alle wissen, was dafür getan werden muss.“

Die Bewerber mussten mindestens den 55er-Standard einhalten, um ausgezeichnet werden zu können. Trotz des Einsatzes moderner Dämmungen und erneuerbaren Energiequellen sei dies „ganz schön schwierig“, so Krenz. Die Agentur brauche engagierte Leute, wie die des Landkreises Oldenburg, um das Wissen unter die Leute zu bringen. „Aber das ist alles nichts wert, wenn es Sie nicht gebe“, sagte er an die Preisträger gerichtet.

Wie aufwendig sich ein Umbau gestalten kann, schilderte im Anschluss kurz Fabian Oltmanns aus Hude, der zusammen mit seiner Frau Lisa Ebeling über dreieinhalb Jahre hinweg ein ursprünglich aus dem Jahr 1890 stammendes Heuerhaus komplett umgebaut hat – Boden, Decken, Dach, alles musste weichen. „Das kam schon nahe an einen Neubau heran“, schilderte er. 80 Prozent davon seien in Eigenleistung erfolgt. Jetzt präsentiert sich das Gebäude nach KfW-55-Standard, nebst Wärmepumpe und Fußbodenheizung und ist dennoch wie das Original weiterhin mit Reet gedeckt.

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