Mehr als 70 Piloten bereichern Flugtage in Ganderkesee mit rund 100 Modellen

Superschnelle Düsenjäger und nostalgische Doppeldecker

Nicht nur die atemberaubenden Manöver in der Luft, sondern auch die rasanten Starts ernteten in der Vergangenheit bei den Jet-Flugtagen auf dem Flugplatz Ganderkesee stets reichlich Aufmerksamkeit.

Ganderkesee - Von Jürgen Bohlken. Da kommt vielen Besuchern wohl unwillkürlich Reinhard Meys Hit „Über den Wolken“ in den Sinn: Rasante Starts und Landungen gehen bei den Jet-Flugtagen einher mit atemberaubenden Flugmanövern, und das schon zum neunten Mal: Der Flugplatz Ganderkesee, auf dem es sonst eher beschaulich zugeht, avanciert am 9. und 10. Juli zum Schauplatz von Norddeutschlands größter Modellflug-Show – jeweils von 10 bis um 18 Uhr.

Viel Liebe zum Detail steckt in den Modellen, so auch in diesem Doppeldecker.

Die Liste der mitwirkenden Piloten liest sich wie das Who is Who der Szene. Friedhelm Graulich, Thorsten Maszke oder auch Gunter Zielke gelten als echte Koryphäen der Modellflugkunst. Insgesamt wollen mehr als 70 Piloten den Himmel über Ganderkesee mit roundabout 100 Modellen beleben, darunter Segelflugzeuge mit bis zu zehn Metern Spannweite oder auch Düsenjäger, die in einem enormen Tempo die „Luft zerschneiden“. Hinzu gesellen sich Doppeldecker- und Passagiermaschinen. Ständig soll mindestens ein Modell in Aktion zu sehen sein; oft genug werden die Besucher auch mehrere gleichzeitig in Kunst- oder Formationsflügen erleben. Der Anspruch des Veranstalters, des „Fly In Event-Service“ ist es, ihnen während der Flugtage fortlaufend viele „Ooohs“ und „Aaahs“ zu entlocken. Was sich in der Luft abspielt, werden zwei Experten ebenso fachmännisch wie humorvoll und charmant kommentieren. Für die Moderation konnten einmal mehr Josef Voss und Winfried Ohlgart gewonnen werden. Den Jet-Flugtage-Fans dürften die beiden aus den Vorjahren in guter Erinnerung geblieben sein. Sie gelten als echte Alleswisser in Sachen Flugzeugtechnik und werden mit vielen Hintergrundinformationen zu den Piloten und ihren Modellen aufwarten.

In das Spektakel klinken sich abermals Mitglieder der Interessengemeinschaft Schiffsmodellbau (IGS) Hunte ein. Sie werden sicher staunende Blicke ernten, wenn sie in einem Bassin Boote ihre Runden drehen lassen. Hinzu gesellt sich der Bremer Modellbauclub „Hansetrucker“ mit einer „Fahrzeug-Landschaft“ im Hangar West.

Das Rahmenprogramm hat mit Hüpfburgen, auf denen Kinder nach Herzenslust toben können, sowie Spielangeboten auch den kleinen Besuchern etwas zu bieten. Wenn sich indes der große Hunger beim Zuschauen einstellt, empfiehlt der Veranstalter beispielsweise einen Abstecher zu einem der Imbissstände oder auf die Terrasse des Airfield-Restaurants, von wo aus sich die Flugmanöver „aus exponierter Lage“ beobachten lassen.

Erwachsene zahlen acht Euro Eintritt, Kinder von sechs bis 14 Jahren hingegen zwei Euro.

Flugplatznah kostenlos parken können die Jet-Flugtage-Fans an der Otto-Lilienthal-Straße. Weitere Infos sind im Internet abrufbar.

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