Standesamt der Gemeinde Ganderkesee zieht Bilanz: Geburtenzahl bleibt stabil

122 Hochzeiten und 328 Todesfälle

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Die Eheschließungen haben in Ganderkesee erneut abgenommen.

Ganderkesee - Im vergangen Jahr ist in der Gemeinde Ganderkesee erneut etwas seltener geheiratet worden, teilte die Kommune mit. 122 Eheschließungen wurden verzeichnet – und damit weniger als in den fünf Jahren zuvor (125 bis 163 Hochzeiten). Besonders gefragt war im abgelaufenen Jahr das Heiraten in der Mühle „Lütje Anja“ in Habbrügge: 80-mal wurde dort der Bund des Lebens geschmiedet, geht aus der Statistik des Standesamtes hervor.

Für Auswärtige ist Ganderkesee als Heiratsort gleichbleibend beliebt. Bei 35 Eheschließungen in der Gemeinde kamen sowohl Braut als auch Bräutigam von außerhalb. Die Zahl der „Hochzeitseinpendler“ ist allerdings niedriger gewesen als die der Ganderkeseer, die auswärts geheiratet haben (64).

Bei 114 von 122 Hochzeiten hatten beide Partner die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei rund 37 Prozent der Eheschließungen in der Gemeinde war es für einen oder beide Partner nicht das erste Ja-Wort. Dieser Wert ist über die Jahre gesehen relativ konstant geblieben. Bei den Scheidungen gab es 2015 laut Statistik mit 49 einen höheren Wert als 2014 (39). 2013 waren aber noch 77 Scheidungen verzeichnet worden.

Das Standesamt ermittelte für 2015 insgesamt 328 Sterbefälle. Dies ist ein niedrigerer Wert als noch 2014 (361) oder 2013 (372). Die immer noch vergleichsweise hohe Zahl lässt sich zum Teil auch damit erklären, dass Todesfälle im Hospiz in Falkenburg in der Gemeinde beurkundet werden, auch wenn einige Verstorbene von auswärts stammen.

Dem steht eine wie im Vorjahr relativ hohe Geburtenzahl gegenüber. 252 Geburten wurden im gesamten Jahr 2014 verzeichnet. Die endgültige Zahl für 2015 liegt noch nicht vor. Bis etwa kurz vor Weihnachten wurden jedoch bereits 239 Geburten erfasst. Hier setzt sich ein deutlich positiver Trend mit Blick auf die Jahre 2013 (225), 2012 (215) und 2011 (195) fort. Bis zum Jahr 2000 wurden allerdings häufig mehr als 300 Geburten jährlich verzeichnet.

Wie schon in den Vorjahren gab es bei der Namenswahl für die Kinder keine „Topfavoriten“. Bei den Mädchen liegen Amelie, Emily und Mia mit jeweils vier Eintragungen vorne. In verschiedenen Schreibweisen schafften es auch die Namen Sofia/Sophia und Zoe/Zoé/Zoey in diese Spitzengruppe. Es folgen Luca und Lilly (je drei). Außergewöhnliche Mädchennamen waren zum Beispiel Theda Emilia, Bella Suhayla, Leelah, Evangeline, Linnea, Yona-May, Leentje, Kayleigh oder Elsie.

Bei den Jungen war Emil mit fünf Eintragungen vorne. Beliebt waren zudem die Namen Tammo, Paul (je vier) sowie Louis und Lennart (je drei). Außergewöhnliche Namen waren zum Beispiel Thore Veit, Casey Joel, Aiden David, Reyk Theo, Matthäus Melchior, Ardonis Armand, Neo Cooper, Favjo, Matvey, Onni, Levian oder Jack.

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