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Rektorin des Ganderkeseer Gymnasiums berichtet über Sanierungsfortschritt

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Von: Marcel Prigge

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Schulleiterin Renate Richter, Vorsitzende der Kreistagsgruppe, Marion Daniel, sowie Vertreter aus FDP, Freie Wähler, UWG und CDW  bei einer Führung im Ganderkeseer Gymnasium.
Die Decke steht noch offen: Bei einer Führung durch die Schule konnten sich Leiterin Renate Richter (links), Vorsitzende der Kreistagsgruppe, Marion Daniel (rechts), sowie Vertreter aus FDP, Freie Wähler, UWG und CDW von den weiterführenden Bauvorhaben ein Bild machen. © Prigge

„Und hier steht noch die Decke offen“, sagte Schulleiterin des Gymnasiums Ganderkesee, Renate Richter, als sie am Montagabend Vertreter der Kreistagsgruppe FDP, Freie Wähler, UWG und CDW durch die Bildungseinrichtung führte. Um einen Einblick in die Sanierungsarbeiten und die Situation der Lüftungsanlagen in den Klassenräumen zu bekommen, trafen sich die Politiker des Vierer-Bündnisses sowie deren Vorsitzende Marion Daniel zu einem Vor-Ort-Termin.

Ganderkesee – „Natürlich birgt die Pandemie Probleme, aber wir müssen halt damit umgehen“, begann Richter die Runde durch die Schule. Im vergangenen Sommer ist wegen einer Baumaßnahme ein Bereich der Decke aufgerissen worden. Wegen der Pandemie konnten die Arbeiten nicht weitergeführt werden, denn „wir hätten so sonst nur noch mehr Platz verloren“, sagte Richter. Die Schüler bräuchten den Raum, um den Mindestabstand in der Schule einhalten zu können. Die Baumaterialien wurden eingelagert, sodass in der Theorie in den kommenden Monaten weiter gebaut werden könnte. „Die Coronasituation bleibt aber ja erhalten. So ist auch die Organisation beim weiteren Vorgehen fraglich.“

Seit dem Jahr 2007 befinde sich die Lehreinrichtung im Ausbau, erklärte Richter. So wurden bereits der Schulhof, ein Bolzplatz und die Sporthalle renoviert. Die Finanzierung lief über den Haushalt der vergangenen Jahre des Landkreises und habe bis jetzt ein Gesamtvolumen von insgesamt mehr als elf Millionen Euro.

Wir sind eigentlich schon in der Sanierung der Sanierung.

Renate Richter, Schulleiterin des Gymnasium Ganderkesee

„Die Verwaltung hat sich ausgesprochen großzügig gezeigt“, bedankte sich Richter. So sei viel von dem realisiert worden, was sich die Entscheidungsträger vorgenommen hatten. Aber: „Wir sind eigentlich schon in der Sanierung der Sanierung. Natürlich ist eine Schule ein ständiger Prozess. Aber gefühlt bin ich ständig Bauleiterin.“

2017 ist ebenfalls ein Neubau eingeweiht worden, in dem Lüftungsanlagen an den Decken der 19 neuen Klassenräume der Jahrgangsstufen neun, zehn, zwölf sowie 13 verbaut wurden. „Zu Beginn der Pandemie haben wir gedacht: ,Wie gut, dass wir die schon haben’. Lüften müssen wir allerdings trotzdem jede Stunde, da die Anlagen den Sauerstoff nicht filtern und reinigen“, beschrieb Richter. Das sorgt besonders im zweiten Stockwerk für Probleme. Um in den Pausen für Luftzufuhr von außen zu sorgen, müssen dort die Klassenräume abgeschlossen werden. „Wir hätten uns Rausfallsicherungen gewünscht, sodass sich die Schüler dort auch in den Pausen aufhalten können. So ist das alles nicht ideal.“ Zudem müsse die Leistung der Geräte im Unterricht hochgefahren werden, wobei es jedoch zu Problemen gekommen sei. „Momentan laufen die Geräte auf Stufe drei. Bei Stufe vier sind uns die Sicherungen rausgeflogen. Mehr geht nicht.“

Dies zeige, dass der Teufel oftmals im Detail stecke. Sie sei aber froh, dass die Geräte da seien und sich abschalten ließen, da gerade bei Klausuren die Geräusche störend seien.

Keine Übergangslösung für restliche Klassen

Anlagen für die restlichen Klassenstufen gibt es derzeit nicht. In den kommenden Jahren der Sanierung sollen dort auch feste Lüftungen installiert werden. Eine Übergangslösung bis zum Einbau, wie zum Beispiel mobile Filtergeräte, gibt es derzeit nicht. „Das muss in der kommenden Schulausschusssitzung unbedingt geklärt werden“, positionierte sich Daniel und versprach, eine Beschaffung zu prüfen.

Dass das Thema „eigentlich durch ist“, erklärt Maik Ehlers, Leiter des Kreisschulamtes, auf Nachfrage unserer Zeitung. „Wir beschäftigen uns ab jetzt mit der Beschaffung der 292 weiteren Lüftungsanlagen, die kreisweit noch in den verschiedenen Schulen eingebaut werden müssen.“ Auf der Grundlage, dass auch mobile Filtergeräte das analoge Lüften in den Räumen nicht ersetzen, habe der Schulvorstand zusammen mit dem Schulträger eine Anschaffung – wie viele weitere Bildungseinrichtungen im Landkreis – im vergangenen Sommer abgelehnt.

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