Täter geht auch Polizei an

SEK-Einsatz in Ganderkesee: Mann bedroht Ehefrau mit Messer - am Ende greift die Polizei zu

Polizisten gehen im Einsatz über eine Seitenstraße.
+
Zahlreiche Polizisten sind in Hoykenkamp zu einer Bedrohungslage ausgerückt.
  • Gregor Hühne
    vonGregor Hühne
    schließen
  • Marvin Köhnken
    Marvin Köhnken
    schließen

In Ganderkesee ist es am Donnerstag zu einem Einsatz der Polizei wegen häuslicher Gewalt gekommen. Ein Mann hatte sich in seinem Haus verschanzt und kurzzeitig seine Familie bedroht. Dann schlugen die Einsatzkräfte konsequent zu.

  • Mann bedroht Ehefrau mit Messer und löst SEK-Einsatz in Ganderkesee aus.
  • Bedrohungslage wird von Verhandlungsgruppe der Polizei entschärft.
  • Polizeibekannter Täter mit Taser ausgeschaltet und in Klinik eingewiesen.

Ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei wurde zum Einsatzort in Ganderkesee-Hoykenkamp, einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, hinzugerufen. Eine Verhandlungsgruppe der Polizei versuchte daraufhin, mit dem polizeibekannten Täter Kontakt aufzunehmen. Gegen 11 Uhr bezeichneten die Einsatzkräfte die Lage als ruhig - ein Zugriff sei wahrscheinlich - und wurde kurz darauf auch durchgeführt.

Ganderkesee-Hoykenkamp: Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei greift in Einfamilienhaus zu

Während die Verhandlungsgruppe der Polizei durch ein Dachfenster hindurch Kontakt zu dem Täter aufnahm, rückten Kräfte des SEK in das Haus an der Modersohnstraße vor und setzten den Mann mit einem Taser außer Gefecht. Gegen 11.20 Uhr konnte der Einsatz beendet und der laut Angaben der Polizei unverletzte Täter in eine psychiatrische Klinik gebracht werden.

SEK-Kräfte stehen in Hoykenkamp für den Einsatz bereit.

Dem Einsatz vorausgegangen war ein Fall häuslicher Gewalt, teilte die Polizei mit. Die übrigen Mitglieder der Familie, die in dem Haus wohnen, befanden sich zwischenzeitlich in der Gewalt des Mannes. Der 43 Jahre alte Familienvater hatte seine Frau mit einem Messer bedroht und im Haus randaliert. Zusammen mit zwei Kindern konnte die Frau wenig später aus dem Gebäude entkommen, anschließend alarmierte sie gegen 8.30 Uhr per Notruf die Polizei.

Als die ersten Einsatzkräfte der Polizei in Hoykenkamp eingetroffen waren, reagierte der 43-jährige Mann laut einer Meldung der Polizei äußerst aggressiv und schlug Fensterscheiben ein. Zudem habe er versucht, die Einsatzkräfte mit dem Messer anzugreifen und drohte mit Steinen nach ihnen zu werfen. Versuche, den 43-Jährigen davon zu überzeugen, das Haus zu verlassen, waren vor dem Zugriff der SEK-Einheit gescheitert.

Eine ältere Frau, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Obergeschoss aufgehalten hatte, wurde von der Feuerwehr mit einer Leiter über einen Balkon aus dem Haus befreit. Eine Gefahr für Dritte bestand während des gesamten Einsatzes nicht, teilte die Polizei per Twitter mit. Personen wurden in Hoykenkamp nicht verletzt. Das Einsatzgebiet in einer Seitenstraße wurde großräumig abgesperrt, unter anderem waren auch ein Hundeführer, Rettungskräfte und ein Notarzt im Einsatz.

Anwohner berichten von mehrfachen Problemen in Hoykenkamp

Anwohner berichteten im Verlauf des Einsatzes, dass es zuletzt häufiger zu Einsätzen der Polizei gekommen sei, die durch das Verhalten der Familie ausgelöst wurden. Die Stimmung in der Seitenstraße in Ganderkesee-Hoykenkamp habe sich seit dem Zuzug der Familie vor rund eineinhalb Jahren deutlich zum Schlechteren verändert, berichteten die Anwohner. Die Familie, die unter dem Eindruck des Geschehens stand, wurde durch die Verhandlungsgruppe und Bekannte betreut. Gegen den Mann wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Aromenvielfalt im Gin-Glas

Aromenvielfalt im Gin-Glas

Der Audi E-Tron S kämpft gegen Kräfte der Physik

Der Audi E-Tron S kämpft gegen Kräfte der Physik

Schüsse vor Weißem Haus: Trump unterbricht Pressekonferenz

Schüsse vor Weißem Haus: Trump unterbricht Pressekonferenz

Heiß und gewittrig: Deutschland schwitzt weiter

Heiß und gewittrig: Deutschland schwitzt weiter

Meistgelesene Artikel

Etwa 3 100 Tonnen Stahl abtransportiert

Etwa 3 100 Tonnen Stahl abtransportiert

DRK-Ortsverein sagt weitere Ausflüge ab

DRK-Ortsverein sagt weitere Ausflüge ab

Koems: „Lücke“ wird geschlossen

Koems: „Lücke“ wird geschlossen

„Das funktioniert sogar virtuell“

„Das funktioniert sogar virtuell“

Kommentare