196 neue Asylbewerber für Ganderkesee

50 Flüchtlinge pro Unterkunft

Ganderkesee - Obwohl die Gemeinde Ganderkesee weiterhin die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen anstrebt, sollen künftig bis zu 50 statt wie vorher maximal 25 Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften leben. Das hat der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft am Donnerstagabend einstimmig empfohlen. Im Einzelfall könne auch eine höhere Belegung erfolgen.

Damit reagieren Politik und Verwaltung auf die neueste Zuweisung des Landkreises von 196 Flüchtlingen. „Im Januar gibt es wahrscheinlich eine neue Quote“, orakelte der Fachdienstleiter Soziale Hilfen, Rainer Heinken. Derzeit leben in der Ganter-Gemeinde 209 Flüchtlinge – 87 Männer, 50 Frauen und 72 Kinder. Noch leben die meisten in Wohnungen, doch 60 sind in einer Gemeinschafts- sowie der zur Notunterkunft umgewandelten Turnhalle am Habbrügger Weg untergebracht.

Das bedeutet, noch würde die erhöhte Maximalzahl nicht ausgeschöpft werden. Aber in Zukunft ist dies zu erwarten, da in den kommenden Wochen noch viele Flüchtlinge nachrücken werden.

Die neu zugewiesenen Menschen, die in den nächsten Monaten eintreffen, „brauchen ein Dach über dem Kopf. Da müssen wir unbequeme Wege gehen. Mit Gemeinschaftsunterkünften“, stellte Ratsfrau Erika Schröter (SPD) fest.

Die CDU sah das ähnlich. „Wir können es nicht ändern“, meinte sie und bezog sich auf die Aufstockung von 25 auf 50 Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften. Dies sei „leider Gottes“ nun einmal so.

FDP-Mann Hans-Jürgen Hespe äußerte Befürchtungen, die positive Gesamtstimmung gegenüber Flüchtlingen würde bald kippen. Es sei richtig, auf 50 aufzustocken, doch die Höchstgrenze von 25 sollte das Ziel bleiben.

Jens Volbert von den Grünen stimmte ein: „25 ist die Sollzahl, und die sollte man sich bemühen, zu erreichen.“ Auch der UWG-Vertreter Christian Marbach stimmte der Aufstockung zu. „25 hat sich überholt“, sagte er.

bor

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