Landgericht Oldenburg bestätigt Urteil

Sozialstunden für Ganderkeseerin nach Schaufel-Attacke

Bookholzberg/Ganderkesee/Oldenburg - Weil sie mit einer Schaufel auf eine verhasste Nachbarin eingeschlagen hat, ist eine 20 Jahre alte Heranwachsende aus Ganderkesee wegen gefährlicher Körperverletzung zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden.

Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Delmenhorst hat das Oldenburger Landgericht am Montag in zweiter Instanz bestätigt. Die Tat, die dem Verfahren zugrunde lag, datiert vom 26. Oktober vorigen Jahres. 

Die Angeklagte hielt sich damals häufig bei ihrem Stiefvater in Bookholzberg auf, weil sie dort Pferde zu verpflegen hatte. Hinter dem Nachbar-Grundstück befindet sich eine Weide. Die Nachbarn sind seit Jahren zutiefst verfeindet. Am Tattag wollte die Angeklagte zusammen mit ihrem Hund die Weide aufsuchen. 

Dazu musste sie an dem Grundstück der Nachbarin vorbei. Wie der Zufall es so wollte, lief der Hund der Angeklagten auf das Grundstück der 55-Jährigen. Diese hatte sich darüber aufgeregt, woraufhin die 20-Jährige den Feststellungen zufolge eine Schaufel ergriff und damit in Richtung des Kopfes der Dame schlug. 

Die 55-Jährige konnte den Schlag abwehren, indem sie sich ihren linken Arm schützend vor den Kopf hielt. Sie wurde dabei erheblich am Arm verletzt und war zwei Wochen lang arbeitsunfähig.

Die Angeklagte hatte den Vorwurf bestritten. Sie habe nicht mit einer Schaufel zugeschlagen. Vielmehr habe die Nachbarin ihren Hund getreten, sagte die 20-Jährige. Das Gericht glaubte ihr allerdings nicht. Die Verletzungen am Arm der Nachbarin waren unter anderem ein wesentliches Indiz für die Schuld der Angeklagten. 

Die Kammer unter Vorsitz von Richter Alexander Wiebe sah auch in dem Nachbarschaftsstreit keinen Grund dafür, dass die 55-Jährige die Angeklagte zu Unrecht belasten könnte.

Worum es sich bei dem Streit, der mit Attacken auf Hühner- und Kaninchenställe sowie Zäunen einhergeht, handelt, ist nicht bekannt.  wz

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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