Familie Bellers betreibt in Bürstel einen Islandpferdehof

„Mein Leben ist ein Ponyhof“

Angela und Heinke Bellers stehen neben einem Pferd und schauen in die Kamera.
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In der Reithalle: Angela und Heinke Bellers.

Bürstel – Überall Pferde: „Mein Leben ist ein Ponyhof“, sagt Angela Bellers mit einem Lachen. Sie hat sich ihren Kindheitstraum erfüllt. Mit drei Jahren fing sie mit dem Reiten an, zuerst mit der klassischen Dressurausbildung. Mit 14 Jahren bekam sie ihre erste Islandstute „Stelpa“. Von da an haben sie Islandpferde nicht mehr losgelassen. „Es ist eine besondere Gangpferderasse. Sie haben neben den üblichen drei Gängen zusätzlich den vierten Gang, den Tölt, und je nach Veranlagung ebenfalls den fünften Gang – den Rennpass. Beim Reiten eines guten Tölters bekommt man ein Gänsehaut-Feeling. Beim Rennpass ist es diese Energie, die dabei freigesetzt wird,“ schwärmt die 39-Jährige.

Zusammen mit ihrem Mann Heinke bewirtschaftet sie den gleichnamigen Islandpferdehof in Bürstel. „Das ist der Betrieb meiner Eltern. Sie hatten Kühe, Bullen und eine Schweinemast“, berichtet Heinke Bellers. Der Betrieb umfasse 35 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Neben der Pferdehaltung bestellt die Familie noch Acker und Grünlandfläche. „Das Futter für die Tiere kommt aus eigenem Anbau“, informiert Heinke Bellers.

Betrieb ist 35 Hektar groß

So kam es zur Entstehung des Pferdehofs: „Wir haben das Hobby meiner Frau zum Beruf gemacht“, fasst der 39-Jährige es kurz und knapp zusammen. Kennengelernt haben sie sich im Studium. Beide haben ein Diplom in Agrarwissenschaften absolviert. Sie wohnte damals in der Nähe von Bonn. „Dann hat es mich hierherverschlagen“, berichtet sie. Klein fingen sie an: „Sie hat zwei Pferde in die Ehe gebracht“, erzählt er und lacht. 2009 haben sich die beiden schließlich auf die Haltung von Islandpferden spezialisiert. „Das war das Startjahr“, so der 39-Jährige. Danach seien immer mehr Pferde dazu gekommen. „So ist das gewachsen.“ Mittlerweile besitzen Bellers zehn eigene Islandpferde. 50 kommen von Leuten hinzu, die ihre Pferde in Pension auf dem Hof eingestellt haben. Die Einsteller hätten keine Verpflichtungen. „Es ist hier all inclusive“, sagt die 39-Jährige und lacht. Dreimal am Tag würden die Tiere gefüttert.

Vor neun Jahren sei aufgrund der Nachfrage der Platz in den Ställen knapp geworden. Nachdem sie alle Genehmigungen in der Tasche hatten, bauten sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen weiteren Offenstall, in dem 30 Pferde Platz haben. Die Tiere kommen Geschlechter getrennt unter. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es so in den Herden ruhiger ist“, erklärt Angela Bellers.

Familie Bellers hat einen Islandpferdehof in Bürstel.

2009 hat sich die Familie auf die Haltung von Islandpferden spezialisiert

Im vergangenen Jahr kam zusätzlich zur Ovalbahn das „Herzstück“ des Hofes dazu, wie Angela Bellers sagt: die Reithalle, denn sie bietet auch Reitunterricht an. „Das ist mein Arbeitsplatz“, sagt sie bei einem Rundgang zufrieden und zeigt die Halle von innen. Seit 2012 ist die 39-Jährige IPZV-Trainerin und Züchterin (Islandpferde- Reiter- und Züchterverband). Wegen Corona biete sie aktuell jedoch weniger Unterrichtsstunden an. An den Vormittagen ist sie mit dem Homeschooling der beiden gemeinsamen Söhne beschäftigt und am Nachmittag habe sie mit den Berittpferden zu tun. „Die haben erst mal Priorität“, sagt sie.

Unterstützung bekommen die beiden von ihren Eltern. Angela Bellers Mutter hilft bei den bürokratischen Dingen, und sein Vater ist „die gute Seele des Hofes“ – und das mit Anfang 70. Außerdem fahre er gern Schlepper, berichtet Heinke Bellers und lacht. Zudem haben sie einen festen Mitarbeiter und drei Aushilfen angestellt. „Wir haben 24/7 zu tun. Aber wir haben spitzen Mitarbeiter. Die sind für den Hof da und bringen sich toll ein“, loben die beiden das Engagement ihrer Angestellten. Übrigens: Stelpa lebt als Rentnerin mit auf dem Hof. Sie hat mittlerweile ein stolzes Alter von 32 Jahren. „Stelpa kümmert sich um die Erziehung der Jungpferde“, sagt Angela Bellers.

Ein Herz für Pferde haben Angela und Heinke Bellers.

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