Junge Freiwillige helfen im Umweltzentrum Hollen mit / Noch freie Plätze

„Hier wird viel Selbstständigkeit gefordert“

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Jonas Hofmann zeigt Felicitas und Daniel, wie sie ihre selbst gebastelten Solarzellen mit den Propellern verbinden.

Ganderkesee - Von Sophie Filipiak. Der 20-jährige Jonas Hofmann erklärt Felicitas und Daniel geduldig, wo sie zu schrauben haben, um ihre eigene Solarzelle in Gang zu bekommen. Gestern erst hatte er erfahren, dass er einer Schulklasse im Umweltzentrum Hollen bei Ganderkesee die Grundlagen des Solarstroms beibringen soll. Für den jungen Mann, der dort seinen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) absolviert, kein Problem.

Denn Hofmann war mehrmals bei dem Kurs anwesend und kann alles genau erklären. Er hatte sich nach seinem Abitur beim Zentrum beworben. Er wusste damals nicht so genau, was er nach der Schule machen wollte. „Ich mache das hier als Orientierung für mich“, sagt er. Das Jahr hat ihm auch wirklich geholfen, er möchte nun ein Energietechnik-Studium in Bremerhaven anfangen.

Für Martin Brinkmann, stellvertretender Leiter des Umweltzentrums, sind die Freiwilligen unverzichtbare Helfer geworden. Die jungen Menschen, die bei ihm ihr Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) oder ihren Bufdi absolvieren, sind fester Bestandteil der täglichen Arbeit. „Die Jugendlichen unterstützen und leiten die Kurse und helfen in der Verwaltung mit“, beschreibt er das Aufgabenfeld der Helfer. Zurzeit arbeiten noch bis September zwei FÖJler und drei Bufdis in seiner Einrichtung.

Darunter ist auch die 20-jährige Sandra Meyer aus Schierbrok. Da sie sich besonders für Umweltfragen interessiert, hilft sie besonders in den Landwirtschaft- und Ernährungskursen mit. „Aber jeder macht hier irgendwie alles mit“, fügt sie hinzu. „Von 8 bis 12 Uhr bieten wir Kurse an und dann geht es an die Nach- und Vorbereitung.“

Anna Tammen aus Ganderkesee hatte sich schon frühzeitig für ihr FÖJ beworben. „Ich kannte das Zentrum schon aus meiner Schulzeit und wollte unbedingt hierher“, erzählt sie. Sie half unter anderem bei der Energieteamschulung mit. „Dabei kommen immer zwei Kinder aus einer Schule, denen wir Tipps zum Energiesparen geben. Das setzen sie dann an ihren Einrichtungen um.“

Selbstständig Unterricht zu geben war für sie ein wichtiger Teil ihrer Arbeit, schließlich will sie später Grundschullehrerin werden. Das FÖJ diente ihr somit zur Berufsorientierung. „Nach zwölf Jahren Schule wissen viele noch nicht genau, was sie machen möchten, und so ein Jahr hilft dabei“, meint sie.

So wie beim 19-jährigen Kevin Knuth aus Delmenhorst. Auch er half bei den verschiedenen Angeboten mit und weiß nun nach einem Jahr, was er jetzt machen will – „Chemie studieren“.

Alle FÖJler und Bufdis sind begeistert von ihrer Arbeit. , sagt Jonas Hofmann. „Dadurch werden wir aber auch viel selbstbewusster“, fügt Tammen hinzu. „Es war eine gute Entscheidung“, resümiert Hofmann. Meyer gefiel besonders das familiäre Umfeld zwischen den Freiwilligen und den Festangestellten. „Es ist sehr lehrreich, und es macht auch sehr großen Spaß“, erklärt sie.

Noch sind zwei Bufdi-Stellen für September zu besetzen. „Es wäre toll, wenn sich Männer bei uns melden würden, die dann die schweren Arbeiten wie Heckenschneiden übernehmen könnten“, sagt Brinkmann. Interessierte können sich beim Umweltzentrum unter Telefon 04223/95056 oder per E-Mail an buero@ruzhollen.de bewerben.

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