Regionales Umweltbildungszentrum zieht abermals positive Jahresbilanz

Jedes Jahr kommen mehr Schüler nach Hollen

Stellen die Bilanz des Umweltbildungszentrums vor: Marina Becker-Kückens, Martin Brinkmann, Claudia Kay, Katja Wessolowski, Katharina Witte und Julius Breitkopf (von links).  J Foto: Franitza

Hollen - Seit 23 Jahren bemüht sich das Regionale Umweltbildungszentrum Hollen (RUZ) darum, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die vielen Themen des Umweltschutzes zu sensibilisieren. Mit stetig wachsendem Erfolg, wie die Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens beim Jahresgespräch erzählt. Seit dem Beginn vor 23 Jahren ist sie dabei. Und jedes Mal, wenn es heute gelte, die vergangenen zwölf Monate zu bilanzieren, seien es wieder mehr Kurse und Beratungen als noch im Vorjahr.

„Man hat das Gefühl, dass hier den ganzen Tag Schülerklassen sind“, sagt Becker-Kückens. Und tatsächlich sind auch in diesem Jahr Schulkinder bis zum vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien unterwegs. Das Hauptaugenmerk liege dabei immer wieder auf praktischer Arbeit. Wie ihr Lehrer berichtet haben, sei das im Unterricht sonst gar nicht mehr zu leisten. Insbesondere Grundschüler sind es, die hier Wissenswertes über das Klima, Pflanzen und Tiere lernen. „Wir sind im Grundschulprogramm verankert“, fährt die Geschäftsführerin fort. Gleichwohl: „Weiterführende Schulen sind nicht so oft hier.“ Als Grund geben diese oftmals an, dass sich ein Tag im RUZ nicht so leicht in den Schulalltag einbauen lasse. Der Koordinationsaufwand sei für die höhren Klassenstufen zudem sehr hoch.

Die Zahlen, die sie vorlegt, unterstreichen den wachsenden Zuspruch, den das RUZ und seine Außenstelle in Huntlosen genießen. 702 Kurse in Hollen und 175 in der Zweigstelle verzeichnet die Statistik. Im Vorjahr waren es noch 652 und 160. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren weist die Statistik noch 458 (Hollen) und 153 (Huntlosen) aus. Geradezu bescheiden nehmen sich da die Anfänge aus: Ganze 13 Kurse waren es im ersten, 58 und dann schon 165 in den Folgejahren. Zum Einzugsgebiet gehören neben dem Landkreis Oldenburg, hier insbesondere die Gemeinde Ganderkesee, sowie die nahe Stadt Delmenhorst. Diese unterstützten die Bildungseinrichtung dann auch finanziell. 110 000 Euro steuern Kreis und Stadt bei. Der Rest des Jahresbudgets von rund 500 000 Euro müssen über Projekte eingeworben werden – mit anderen Worten: Das RUZ muss sich um eine Finanzierung, etwa durch ein Ministerium, bewerben. „Das ist schon eine ganze Menge, was wir hier umsetzen“, schätzt Becker-Kückens die Summe ein.

Eines dieser Projekte ist das der Oecotrophologin Claudia Kay, das auch einen Bundespreis gewonnen hat: Sie bringt beispielsweise Kindern und Jugendlichen die Zusammenhänge von Umwelt und Ernährung bei. In diesem Zusammenhang ist unter anderem ein „Reste“-Kochbuch entstanden.

Rein technisch ist das Projekt, das Julius Breitkopf mit verschiedenen Gemeinden betreibt, darunter Bassum und Twistringen außerhalb des Landkreises. Regelmäßig sammelt er in kommunalen Einrichtungen – meist in Zusammenarbeit mit den Hausmeistern – Daten zum Energieverbrauch. Anhand der kontinuierlichen Messungen können so etwa „Stromfresser“ aufgespürt oder Heizkosten minimiert werden.

Unter anderem in der Gemeinde Dötlingen läuft zurzeit noch das Projekt „Nachbarschaftszentrum Kita“ von Katja Wessolowski und Katharina Witte. Es wird vom Bundesumweltministerium unterstützt. Dabei sollen sich Eltern an sieben Kitas eigenständig für Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz entscheiden und diese als „Multiplikatoren“ begleitet umsetzen. Das Programm ist bundesweit einmalig und hat Modellcharakter. Es hat eine Förderquote von ungewöhnlich hohen 93 Prozent.  J fra

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