Die regioVHS feiert ihre Gründung vor fünf Jahrzehnten / 1968 mit 37 Kursen an den Start gegangen

„50 Jahre jung geblieben, nicht 50 Jahre alt geworden“

Ehrengabe des Landkreises zum Jubiläum: Landrat Carsten Harings (links) und VHS-Leiter Dr. Jens Kohne.  J Foto: Franitza

Ganderkesee/Landkreis - „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“, zitierte regioVHS-Leiter Dr. Jens Kohne Bundeskanzler Helmut Kohl am Freitagabend. Zusammen mit geladenen Gästen feierte die Einrichtung ihre Gründung vor 50 Jahren im Alten Rathaus in Ganderkesee. Und das sei letztlich das Erfolgsgeheimnis der Volkshochschule, so Kohne: „Die VHS war immer dann erfolgreich, wenn sie sich von den Menschen hat leiten lassen.“ Gleichwohl habe sich die Gewichtung des Programms geändert: Anfänglich von der Freizeitgestaltung zu den Themen Migration, Alphabetisierung und Arbeitsgestaltung. Diese drei Punkte seien seit 2000 immer bedeutsamer geworden und machten heute 70 Prozent des Programms aus.

Bürgermeisterin Alice Gerken erinnerte an den Gründer und ersten Leiter der Volkshochschule Ganderkesee, Heinz Huhs. Der damalige Gemeindedirektor – quasi einer ihrer Amtsvorgänger – sei ein „Visionär“ und „Feingeist“ gewesen: „Er wollte den 15 000 Einwohnern der Gemeinde den Zugang zur Bildung ermöglichen und ihren Horizont erweitern“, so Gerken. Mit 37 Kursen sei die VHS Ganderkesee, aus der nach dem Zusammenschuss mit den gleichen Einrichtungen aus Hude und Harpstedt später die regioVHS entstanden ist, damals an den Start gegangen. „Heute sind es 686 Kurse“, lobte sie das heutige, breite Angebot. Der Dauerbrenner darunter ist der Web-Kurs, der seit 1976 regelmäßig im Programm zu finden ist. Als Selbstläufer hat sich auch der „Kochkurs für Männer“herausgestellt, der erstmals 1981 Interessenten anzog. Als Eintagsfliegen hätten sich dagegen Abgebote wie „Walk and talk auf Spiekeroog“ oder „Das Smartphone erlernen in der Eisdiele“ erweisen.

„Die regioVHS ist die zentrale Bildungseinrichtung für Erwachsene in der Region“, lobte Landrat Carsten Harings. Doch damit nicht genug: „Sie sind Anwalt der Bildungsinteressen der Bürger des Landkreises“, legte er nach. Nicht allein in Hinsicht auf das breite Programm sei die Volkshochschule nicht wegzudenken. Die stetig wachsende Zahl an Interessenten spreche für die dargebotene Qualität, Flexibilität und Kreativität. Daher könne er sagen: „Sie sind 50 Jahre jung geblieben und nicht 50 Jahre alt geworden.“   - fra

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