Heide Weinhold fotografiert Landschaftspartien/Ausstellung in Ganderkesee

Besonderes Auge für künstlerische Anordnungen

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Heide Weinhold aus Brettorf präsentiert eines ihrer Werke mit dem Titel „Der Durchbruch“. Das Foto entstand an einer Landstraße zwischen Brettorf und Wildeshausen

Ganderkesee - Von Jan Schmidt. Auf den ersten Blick lässt sich in den Fotografien von Heide Weinhold bereits eine gewisse Ästhetik erkennen. Bei genauerer Betrachtung wird dann klar, dass die Hobby-Künstlerin aus Brettorf ein ganz besonderes Auge für interessante Bildgestaltung hat. Einige ihrer Werke, die allesamt Landschaftsaufnahmen aus der Region zeigen, sind ab sofort in den Räumen der regioVHS in Ganderkesee ausgestellt.

„Ich habe gleich ihr Talent erkannt“, lobte gestern Kunsthistorikerin Wiebke Steinmetz die Künstlerin während der Ausstellungseröffnung. Die beiden Frauen kennen sich bereits seit einigen Jahren, da Weinhold schon Sprachkurse in Spanisch und Englisch für die regioVHS geleitet hat. „Als ich dann zufällig ein paar ihrer Fotografien gesehen habe, sind mir sofort interessante Details ins Auge gefallen – zum Beispiel die Spiegelungen und Gegen-Effekte oder die besonderen linearen Arrangements“, so Steinmetz.

Die synchronische Anordnung einer Baumreihe könne beispielsweise – von einem bestimmten Punkt aus fotografiert – die genau festgelegte Form einer Kurve oder einer linearen Perspektive annehmen, wie sie in der Kunst als ansprechend gelten. Dass die Fotos so harmonisch wirkten, sei demnach kein Zufall, sondern eindeutig dem Auge und Gespür der Künstlerin zuzuschreiben.

Wie Heide Weinhold berichtete, fotografiert sie seit ihrer Studienzeit verschiedene Motive. Oftmals sind darunter Landschaftsaufnahmen, aber auch Porträts und Ansammlungen von Menschen gehören zu ihren Werken. „Über die Jahre hinweg habe ich gelernt, den richtigen Zeitpunkt für ein Foto zu erkennen. Manchmal bin ich dann gerade im Auto unterwegs. Ich halte an, baue mein Stativ auf, und halte den Moment fest.“ Mitunter kann dies auch mitten in der Nacht passieren, wie Weinhold lächelnd erzählte. Es liege ihr am Herzen, die Situation möglichst authentisch wiederzugeben. Aus diesem Grund verwende sie keine digitalen Effekte zur Nacharbeitung, wie sie beispielsweise durch die Software „Photoshop“ zur Verfügung stünden. „Ich benutze ein digitales Negativ, das ich dann im Lightroom entwickle“, erläuterte die Künstlerin.

Seit etwa zwei Jahren belegt die 67-jährige ehemalige Lehrerin verschiedene Kurse, um ihre künstlerische Laufbahn mit Eigenengagement zu fördern. Die Werke, die innerhalb des vergangenen Jahres entstanden sind, können bis zum 11. April in den Räumen der regioVHS (Rathausstraße 24) betrachtet werden.

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