Neue „Mitternachtsbrücke“ im Stenumer Forst

Drei Douglasien, viele Helfer, gute Ideen

Gemeinsame Anstrengung führt zum Erfolg: die neue „Mitternachtsbrücke“ im Stenumer Forst und die vielen Helfer.
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Gemeinsame Anstrengung führt zum Erfolg: die neue „Mitternachtsbrücke“ im Stenumer Forst und die vielen Helfer.

Stenum – „Viele Hände, schnelles Ende“: Die Niedersächsichen Landesforsten haben jetzt die neue „Mitternachtsbrücke“ im Stenumer Holz eingeweiht. Zuvor hatten Ende Oktober Helfer des Technischen Hilfswerks (THW), Ortsverband Hude-Bookholzberg, gemeinsam mit ihrer Jugendgruppe den Überweg aufgebaut. Die Planung und das nötige Bauholz lieferte das Forstamt Neuenburg selbst, berichten die Bauherren in einer Pressemitteilung.

Bereits im September 2018 musste die alte Brücke aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Der Weg durch das Tal war seitdem nicht mehr möglich. Gleichwohl: „Diese Sperrung wurde jedoch zunehmend nicht beachtet, Waldbesucher liefen immer wieder durch das Bachbett, welches bei nasser Witterung Wasser führt“, erläutert Revierförster Jens Meier die aufgetretenen Probleme.

Seit Ende 2018 sei nach einer Finanzierungsmöglichkeit für die neue Brücke gesucht worden. Fördermöglichkeiten, die insbesondere der Heimatvereins Schierbrok-Stenum gesucht hatte, hätten sich immer wieder zerschlagen. Im Juni dieses Jahres luden dann das Forstamt Neuenburg und die Gemeinde Ganderkesee den Orts- und Heimatverein sowie den Ortsverband Hude-Bookholzberg des THW zu einem Ortstermin in das Stenumer Holz ein.

Mit Holz aus dem Hasbruch

„Am Ende dieses Termins waren wir uns einig, die Kosten und die Arbeit zu teilen und die Brücke im Oktober zu bauen. Die Landesforsten erstellten die technischen Zeichnungen sowie die Stücklisten für das zu sägende Douglasienholz, das sie auch gleich spendeten“, berichtet Anne Willenborg, vom Fachdienst Tiefbau der Gemeinde Ganderkesee. Die Kommune kam denn auch für das mobile Sägewerk auf, erstellte die Widerlager und die Kleinmaterialien und das die Mitglieder des Technischen Hilfswerks errichteten schließlich die neue Brücke. An einem Montag Mitte des Monats schlugen die Mitarbeiter der Revierförsterei Hasbruch drei Douglasien im Stenumer Holz ein. Tags darauf wurden die Stämme vom mobilen Sägewerk Neuhatten zu passendem Material für die neue Brücke gesägt. Das Sägewerk wurde mit „blauem“ Strom – durch ein 13-kVA-Stromerzeuger der Fachgruppe Notversorgung des THW-Verbands Hude-Bookholzberg – versorgt.

Am darauffolgenden Freitag und Samstag begann der eigentliche Brückenbau. Zunächst musste das Widerlager der Brücke mit zwei Blockstufen aus Beton erhöht werden. Drei acht Meter lange und 20 mal 25 Zentimeter starke Balken dienten als Unterkonstruktion. Diese wurden mit einem Forstspezialschlepper der Revierförsterei Hasbruch auf die Widerlager gelegt. Dann wurden sie untereinander mit Abstandshölzern und Gewindestangen verschraubt und auf dem Widerlager befestigt. Nachdem der Belag zugeschnitten und verlegt wurde, sei ein ansehnliches Geländer entstanden. Einige Materialien wurden noch mit dem Elektrohobel bearbeitet und die Anschlüsse an den vorhandenen Weg mit Bordstein und Schotter hergestellt. Ein Dank, so die Landesforsten, gelte dem Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum für die Unterstützung: „Der Verein versorgte alle Helfer hervorragend mit Brötchen, Suppe, Kuchen und Getränken“, heißt es abschließend.

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